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Nach 20 Jahren

Mehr als 20 Jahre nach dem ersten Erscheinen kehr das Buch überarbeitet und aktualisiert zum Kösel-Verlag zurück. 

Die Überarbeitung hat mir große Freude gemacht. Ich hoffe, man spürt das auch beim Lesen. 


Familientherapie ohne Familie

Der Schwerpunkt des Buches liegt in der lebensnahen Vermittlung der therapeutischen Interviewtechnik, dem sogenannten "zirkulären" Fragen. Dieses Verfahren versucht, das jeweilige Symptom in seiner aktuellen Einbindung in das Beziehungssystem des Patienten zu verstehen und die "gesunden", positiven Anteile des Patienten herauszufinden und für die Therapie zu mobilisieren. Die Autoren gehen davon aus, daß der Patient selbst den Schlüssel zur Lösung in sich trägt und die Aufgabe des Therapeuten lediglich darin besteht, ihm beim Suchen zu helfen. Es spricht für diesen Therapieansatz, daß Humor und Phantasie des Therapeuten darin einen wichtigen Stellenwert haben.

 

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Nach mehr als 10 Auflagen bei Kösel jetzt seit vielen Auflage beim Piper-Verlag erhältlich

ca. 224 Seiten Kartoniert

EUR(D) 8,90 / sFr 15,90

ISBN 3-492-23893-9


Rezension aus Amazon

Rezensentin/Rezensent: Ulrich Bretschneider (blaues-kreuz.rochlitz@onlinehome.de aus D-09661 Hainichen (Sachsen)

WEISS/HAERTEL-WEISS ist es hervorragend gelungen, sowohl für Therapeuten als auch für Laien (Klienten und andere Interessierte) den Blick auf die Sinnhaftigkeit mancher als problematisch dargestellter Verhaltensweisen zu lenken. So wird beispielsweise mit einem übergewichtigen Patienten seine extreme Gewichtsabnahme vorphantasiert, woraufhin er zu dem Schluss kommt, dass er dann wegen einer neu gewonnenen Attraktivität für seine eheliche "Treue keinen Pfifferling mehr geben" (S.165) würde. Die Entscheidung liegt bei ihm, ob er weiter die Gewichtsabnahme als Ziel haben will oder ob für ihn sein Übergewicht doch eher akzeptabel ist. Das Besondere an dem Buch ist die Schilderung des Kommunizierens mit der abwesenden Familie. Die Impulse und Interventionen werden dem einzelnen Klienten mitgegeben, welcher dann je nach eigener Überzeugung und Möglichkeit seine Familie damit infiziert - und entsprechend etwas geändert wird oder eben "alles beim alten" bleibt. - Was aber jedoch eben so nicht stimmt, denn der Blick durch die neue "Brille" verunmöglicht ein So-weiter-machen-wie-bisher. Das Familiensystem kommt in Bewegung, und bisher unbewusste Veränderungen werden nunmehr bewusst erzeugt; bisher unbewusste Unterlassungen werden künftig eher bewusst unterlassen. Da zahlreiche Situationen aus dem "Normalen" Alltag beschrieben werden, die sich überhaupt nicht nur auf "Kranke" beziehen, ist dieses Buch zwar auch als Fachbuch, aber eben auch zum Schmökern sehr zu empfehlen!