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Zähneknirschen - Bruxismus

Mit den Zähnen können wir Kraft wie ein Gewichtheber entfalten.

Wer morgens mit Zahn-, Kiefer- oder Kopfschmerzen aufwacht, der knirscht vermutlich nachts mit den Zähnen. Die Kraft im Gebiss ist gewaltig. Mit einem Druck von 300-400 kp können die Kiefer aufeinandergepresst werden.

 

Durch ein Mahlen mit den Zähnen mit solcher Kraft wird nicht nur Kiefergelenk und Kaumuskulatur übermäßig beansprucht, sogar die Zähne selbst können im Laufe von Jahren regelrecht zerrieben werden.

 

Auch für den Partner kann das Knirschen zur Belastung werden. Das Knirschen ist mitunter ziemlich laut, was auch der medizinische Begriff „Bruxismus“ (vom französischen bruit = Lärm) ausdrückt.

 

Trotz Lärm und Schmerzen ist den meisten Betroffenen ihr nächtliches Beißverhalten nicht bewusst. Sie wissen nicht, woher die Gesichts- oder Zahnschmerzen rühren. Den entscheidenden Hinweis erhalten sie dann erst vom Partner oder dem Zahnarzt.

Wahrscheinlich kauen die meisten Menschen die Alltagsprobleme nachts ganz wörtlich noch einmal durch. Bei etwa 8% aller Menschen ist das Knirschen allerdings so ausgeprägt, dass eine Therapie notwendig wird.

 


Therapie

Diese kann in einer Beißschiene bestehen, die vom Zahnarzt angefertigt wird. Durch das nächtliche Tragen des Kunststoffeinsatzes werden die Zähne von der unnötigen Belastung geschützt. Allerdings ist damit das eigentliche Problem, das Knirschen, nicht gelöst.

 

Um das Übel bei der Wurzel zu packen, muss man lernen, die Dinge nicht so „verbissen“ zu sehen und die Probleme anders zu lösen, als sich durchs Leben zu „beißen“.

 

Die Behandlungsmöglichkeiten reichen von einfachen Entspannungsübungen, Dehnübungen und Massagen der Kaumuskulatur bis hin zu Psychotherapie.