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Pavor nocturnus

Der Pavor (lat.: Angst, Schrecken) nocturnus (lat.: nächtlich) ist ein Aufschrecken aus dem Tiefschlaf mit massiver Angst, die bis zur Panik reichen kann. Es trifft wiederum vermehrt Kinder zwischen 6 und 15 Jahren, die bei solchen Attacken mit weit geöffneten Augen vor Angst schlotternd und schwitzend im Bett sitzen, das Herz rast, und dabei reden sie immer wieder dieselben unsinnigen Sätze.

 

Auf beruhigendes Zureden reagieren die Kinder kaum. Nach einigen Minuten ist der Spuk zu Ende und am folgenden Morgen können sie sich an nichts erinnern.

Ähnlich wie beim Schlafwandeln sind die Eltern sehr beunruhigt. Was kann dem Kind nur eine solche Angst gemacht haben? In der Regel vermuten Sie einen Angstraum als Ursache.

 

Doch dies ist nicht der Fall. Angstträume treten in der zweiten Nachthälfte in REM-Phasen auf. Man erinnert sich auch nach dem Aufwachen noch an die schrecklichen Inhalte, wie man verfolgt oder bedroht wurde. Beim Pavor nocturnus ist das völlig anders. Der Anfall ereignet sich nicht während eines Traumes, sondern kommt unmittelbar aus dem Tiefschlaf heraus. Die Angst hat keinen Inhalt! Ähnlich wie beim Nachtwandeln wird daher unvollständiges Wachwerden als Ursache vermutet.


Nicht bedrohlich

Die Symptomatik ist zwar ängstigend, bedarf aber keiner eigentlichen Therapie, die über Schlafhygiene hinausgeht. Sie verliert sich nämlich in aller Regel, wenn die Kinder älter werden. Wenn die Attacken häufiger auftreten, sollten Lehrer oder Freunde informiert werden, wenn Kinder außerhalb des Hauses übernachten.

 

Im Gegensatz zu Kindern spielen bei Erwachsenen seelische Faktoren eine größere Rolle. Falls also Erwachsene häufiger unter Pavor nocturnus leiden, sollte mit psychotherapeutischen Mitteln die Ursachen erforscht und behandelt werden.