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Leiden Sie unter Restless Legs?

Leiden Sie manchmal unter einem schwer zu beschreibenden, tief-sitzenden und unangenehmen Bewegungsdrang in den Beinen?

  • Nimmt dieser Bewegungsdrang zu, wenn Sie sich setzen oder ins Bett legen
  • Wird es besser, wenn Sie sich bewegen oder gehen?
  • Wird es abends oder nachts schlechter?

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Haben Sie alle Fragen mit „ja“ beantwortet haben, ist bei Ihnen ein „Restless-Legs-Syndrom“ sehr wahrscheinlich!


Weitere Diagnosehinweise

Weitere Diagnosekriterien sind

 

• Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit

• Unwillkürliches Zucken der Beine im Schlafen oder in Ruhe (nicht beim Einschlafen!)

• Periodische Beinbewegungen im Verlauf der Nacht mit Bewegungen alle 20-40 Sekunden

• Zunahme der Beschwerden im Laufe des Tages

• Häufung während der Schwangerschaft

• Häufung bei direkten Verwandten


Was ist das Syndrom der unruhigen Beine?

Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) oder das „Syndrom der unruhigen Beine“ ist eine neurologische Erkrankung, deren Ursache unbekannt ist. Die Symptomatik besteht aus einem unangenehmen Bewegungsdrang der Beine, das typischerweise auftritt, wenn man sich hinsetzt oder zur Ruhe begibt.

 

Die Beschwerden sind sehr schwer zu beschreiben: es kribbelt, zieht, beißt, brennt oder schmerzt in der Tiefe der Beine und wird sofort besser, wenn man die Beine bewegt.

Zwar sind meist die Beine betroffen, doch kann die Symptomatik sich auch auf die Arme oder andere Körperpartien beziehen.


Schlaflabor

In der Somnographie fällt das Fehlen des Tiefschlafes auf.

Da die Beschwerden in Ruhe auftreten, ist die Nachtruhe gestört, und die betroffenen Patienten kommen nicht in den Tiefschlaf.

 

Kein Wunder, dass man dann morgens unausgeschlafen und zerschlagen ist.

 

Im Schlaflabor kann man  die Auswirkungen der Bewegungen auf den Schlaf, also auch die Bewegung der Beine, direkt messen und damit die Diagnose sichern.


Häufigkeit

Die Krankheit ist häufig: man schätzt, dass 2,5-15% der Bevölkerung betroffen sind. Davon soll 1-2% behandlungsbedürftig sein.

 

Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die Erkrankung kann bereits in jungen Jahren auftreten.

 

Wenn die Beschwerden vor dem 40 Lebensjahr beginnen, ist eine familiäre Häufung die Regel. Man nimmt an, dass eine genetische Ursache mit dem Chromosom 12 verbunden ist. Beginnen die Beschwerden erst nach dem 50. Lebensjahr, findet man weniger betroffene Verwandte.


Ursachen

• Die eigentliche Ursache der Beschwerden ist unbekannt.

• Genetische Faktoren spielen sicher eine Rolle

• Während der Schwangerschaft leiden 20% unter den Beschwerden

• 20-60% der Dialysepatienten haben RLS

• Ebenso sind Patienten mit einer Polyneuropathie (diffuser Nervenschaden meist an den Beinen) häufiger betroffen

• Eisenmangel verstärkt die Beschwerden

• Bestimmte Medikamente/Drogen können die Beschwerden verschlechtern:

Antidepressiva

Neuroleptika

Antiemetika

Lithium

Koffein

Alkohol


Weitere Ursachen

In den letzten Jahren konnten wir zwei besondere Unterformen erkennen, die sehr gut zu behandeln sind:

  •  Restless Legs durch vermehrte Wassereinlagerungen. Diese kommen daher häufiger bei Patienten mit Lipödemen vor. Siehe hierzu das folgende Video.
  •  Restless Legs durch eine allgemeine abgesenkte Reizschwelle, die durch eine unbewusst beschleunigte Atmung bedingt ist. Siehe dieses Video.

Irrwege

Viele Patienten gehen oft von Arzt zu Arzt, und es dauert lange, bis die korrekte Diagnose gestellt wird. Da die Beschwerden in den Beinen bzw. den Muskeln auftreten, werden neben dem Hausarzt auch Orthopäden oder Gefäßspezialisten konsultiert – die natürlich nichts finden können.

 

Der richtige Ansprechpartner ist ein Nervenarzt – Neurologe.


Therapie

Mit der richtigen Therapie kommen die Beine wieder zur Ruhe

Medikamentöse Hilfe ist möglich! Die wirkungsvollsten Medikamente sind Anti-Parkinson-Präparate. Obwohl dies ganz eindeutig ist, weiß man nicht, warum dies sich so verhält.

 RLS ist auch kein Vorstadium des Parkinson!

Die medikamentöse Therapie ist wirkungsvoll und effektiv. Aber sie sollte unbedingt mit einem Spezialisten (Neurologen) abgesprochen werden.

 Medikamente (Beispiele)

• L-Dopa (z.B. Restex® - als einziges zugelassenes Medikament mit diesem Wirkstoff)

• Dopamin-Agonisten (Pergolide, Pramipexol, Ropinirol)

• Beruhigungsmittel (Clonazepam, Oxazepam usw.)

• Antiepileptika (Gabapentin)

• Opiate (Tramadol, Oxycodon usw.)

Daneben helfen jedoch auch nicht medikamentöse Maßnahmen, die wir im Rahmen einer multimodalen Therapie durchführen.