Header


Suche

 

Serotonin im Darm und Gehirn

Süßes kann den Serotonin Spiegel heben - allerdings geht das verblüffender Weise auch mit kalorienarmen, kohlenhydratreichen Schonkost

Was hat nun das Serotonin mit dem Darm zu tun? Sehr viel, denn 97% des Serotonins werden im Darm produziert! Nur 1% der Glücksdroge entsteht im Gehirn.  

Diese Erkenntnis war für viele Wissenschaftler verblüffend. Offenbar geht die Ähnlichkeit zwischen Gehirn und Darmhirn sehr weit. Serotonin-Rezeptoren, also Reizempfänger für Serotonin, fanden sich nicht nur im Gehirn sonder auch in riesiger Zahl im Darm und sind offenbar wesentliche Steuerungselemente für die Darmaktivität.

Durch das Glückshormon wird dieser teils aktiviert, teils gehemmt.

Nun wurde auch verständlich warum fast alle Medikamente, die man zur Behandlung von seelischen Erkrankungen einsetzt, Wirkungen auf den Darm haben. Sie greifen an den gleichen Strukturen an. Insbesondere die Antidepressiva, also Medikamente gegen Depressionen, lösen häufig Verstopfung oder Durchfall aus. Auch Gewichtszu- oder –abnahme, Übelkeit, Erbrechen, Darmgeräusche usw. sind typische Begleiterscheinungen bei der Einnahme der Stimmungsaufheller. Im allgemeinen werden diese Wirkungen als „Neben“-wirkungen bezeichnet. Tatsächlich sind es nur gleichartige Reaktionen des Körpers in einem anderen Bereichen.

Es verwundert daher auch nicht, dass die Psycho-Medikamente mit Erfolg zur Behandlung des Reizdarmes eingesetzt werden können. Doch der Vorschlag, ein Mittel gegen Depressionen bei Darmproblemen einzunehmen, lässt viele Patienten erst einmal zurück schrecken. Soll auf diesem Wege nicht zum Ausdruck gebracht werden, dass man vorwiegend seelische Konflikte als Ursache der Beschwerden vermutet? Nein, man macht sich nur zu Nutze, dass man das Darmhirn mit den gleichen Präparaten wie das Gehirn behandeln kann.

Durch Schonkost, die arm an Kalorien aber reich an Kohlenhydraten, kommt es zu einem deutlichen Anstieg des Glückshormon Serotonin. Stimmung, Schlaf und Allgemeinbefinden werden besser!