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7 Klasse statt Masse

Faustregel 1-2 x pro Woche

Die Mehrzahl der Bevölkerung ernährt sich heute überreich mit Fleisch – im Durchschnitt 250 Gramm Fleischprodukte pro Tag. In der Geschichte der Menschheit ist dies einmalig! Aus einer ganzen Reihe von Gründen ist dies nicht nur ungünstig, sondern bedenklich. Die ungeheuren Mengen an tierischem Eiweiß, die wir dabei aufnehmen, tragen zu Arteriosklerose und Bluthochdruck bei. Auch bei der Entstehung verschiedener rheumatischer Erkrankungen spielt tierisches Eiweiß eine Rolle. Sogar bei verschiedenen Krebserkrankungen wird ein Zusammenhang mit überreichem Fleischkonsum gesehen.  Zusätzlich ist das Fleisch bei der gängigen Massentierhaltung übermäßig mit Antibiotika, Hormonen und Medikamenten angereichert. Stoffe, die mitverantwortlich für die bedrohliche Zunahme von Allergien sind.

Fleisch schafft auch ökologische Probleme: Die riesige Anzahl der Tiere produzieren ungekannte Mengen an Gülle und belasten mit den darin enthaltenen Nitraten Böden und Gewässer. Schließlich hat der hohe Fleischkonsum in den reichen Ländern dieser Welt auch soziale Folgen: In Europa und Amerika sind wir nicht mehr in der Lage, die Futtermengen zu produzieren, die wir für die Fleischproduktion benötigen. Diese beziehen wir in großem Umfang aus der dritten Welt. Das Getreide, der Mais oder das Soja, das in unseren Ställen verfüttert wird, fehlt nun in den ärmsten Ländern bei der Ernährung der Bevölkerung. Um ein Kilogramm Fleisch zu erzeugen, benötigt man etwa 8 kg Getreide oder Mais.

Das bedeutet nicht, dass Sie ganz ohne Fleisch oder Fisch leben sollten. Klasse statt Masse ist die Devise! Als Regel sollten Sie so wie unsere Vorfahren etwa ein- bis zweimal pro Woche Fisch und/oder Fleisch essen. Bei Wurst entscheiden Sie sich möglichst für fettarme Geflügel- oder Rinderprodukte.


Glückliche Tiere

Ob wir das Fleisch von glücklichen Tieren essen, entscheidet leider auch der Preis.

Was mir auch lange Zeit nicht bewusst war: Kauft man nur das billigste Fleisch beim Discounter, kauft man das Fleisch von Tieren, die häufig nicht nur artgerechten Bedingungen gehalten werden. Bauern können unter starkem Preisdruck nur durch Massentierhaltung so günstig produzieren. Isst man weniger aber höherwertigeres (und damit auch teureres) Fleisch, tut man auch etwas für die Lebensbedingungen der Tiere.