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Es kommt darauf an...

Auch mit Latkose-Unverträglichkeit nicht unbedingt verboten!

Viele Betroffene mit Unverträglichkeiten berichten, dass die Beschwerden äußerst wechselnd sind. Einmal gehe es sehr gut, dann wieder hätten sie heftigste Beschwerden, ohne dass sich ein eindeutiger Zusammenhang zur Nahrung erkennen ließe. 

Eine der möglichen Erklärungen kann die Geschwindigkeit sein, mit der die Nahrung durch den Darm transportiert wird. Je schneller dies geschieht, desto weniger Zeit hat die individuelle Enzym-Ausstattung, diese Nahrung zu zerlegen. 

D.h. schnelle Passage bedeutet schlechte Auswertung der Nahrung und damit Blähungen, Schmerzen oder Durchfall. 

Insofern ist die Diagnose "Reizdarm" und "Laktose-Unverträglichkeit" (oder "Fruktose-Unverträglichkeit" bzw. "Histamin-Unverträglichkeit") kein Widerspruch. Diese Diagnosen werden oft gemeinsam gestellt. 

Interessant ist jedoch die therapeutische Konsequenz: Gelingt es, die (Dünndarm-)Passage zu verlangsamen, verbessern sich die Beschwerden häufig, selbst wenn eine nachgewiesene Laktose-Unverträglichkeit vorliegt. Der Darm kann dann die geringere Menge der Enzyme effektiver einsetzen. (Siehe Ernährungsaufbau)