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Hefen und Hyphen

Candida in Hefeform - Rasterelektronische Aufnahme

Sie erinnern sich vielleicht an die Tatsache, daß Candida-Hefen in zwei Formen vorkommen können: In der rundlichen Sproßzellen-Form und in der fadenförmigen Pseudomyzel-Form. Der Pilz kann sich also verwandeln.

 

Etwas vereinfacht kann man sagen, daß sich die Hefe immer dann in die Fadenform begibt, wenn sie ungünstige Umweltbedingungen vorfindet. Solche Zustände sind zum Beispiel Nahrungsmangel, alkalisches Milieu (pH > 6,5) oder ein Mangel an Spurenelementen (Zink, Eisen, Magnesium).


Hyphen

Candida Hyphe - Rasterelektronische Aufnahme

Dann verwandelt sich die Hefe und versucht, in ihrer aggressiveren Variante mit Hilfe der Fädchen in die Schleimhaut einzudringen. Ihr Ziel ist das "Anbohren" der kleinen Kapillaren, die sich in jeder Zotte befinden. Gelingt das, kann sich der Pilz vom reichlich vorhandenen Blutzucker bequem ernähren.

 

Dies ist ein nicht unerheblicher Angriff auf den Darm, da nun die Gefahr eines weiteren Eindringens des Pilzes in den Körper besteht. Ermöglicht wird dies durch die besondere Enzymausstattung der Pilzfäden. Mit ihrer Hilfe sind sie in der Lage kleine Löcher in die Darmoberfläche zu schneiden.


Fasten mit Nebenwirkungen

Dies ist ein nicht unerheblicher Angriff auf den Darm, da nun die Gefahr eines weiteren Eindringens des Pilzes in den Körper besteht. Ermöglicht wird dies durch die besondere Enzymausstattung der Pilzfäden. Mit ihrer Hilfe sind sie in der Lage kleine Löcher in die Darmoberfläche zu schneiden.

 

Falls Sie einen Pilzbefall im Darm haben sollten, könnten Sie auf den Gedanken kommen, diesen einfach durch eine Fastenkur "auszuhungern". Dies ist an sich ein richtiger Gedanke: Durch Fasten entziehen Sie dem Pilz seine Ernährungsgrundlage, und er müßte daran zu Grunde gehen. Doch hier zeigt sich die Überlebenskunst der Candida-Hefe. Sie gibt sich nicht so schnell geschlagen, sondern kämpft um ihr Leben, indem sie sich in die Hyphen-Form umwandelt. Dabei sucht sie ihre Nahrung in den anliegenden feinen Blutgefäßen der Darmzotten. Sie durchbricht die Darmwand und bohrt sich bis in die darunterliegenden Blutgefäße vor, wo sie den dringend benötigten Blutzucker findet.

 

Durch das Fasten ist die Hefe also nicht verhungert. Sie hat sich im Gegenteil wesentlich fester im Gewebe eingenistet und ist zudem auch noch gefährlicher geworden. Gefährlicher deshalb, weil sie sich nun über das Kapillarnetz und die unmittelbar daneben liegenden Lymphgefäße im Körper ausbreiten kann. Es droht die Gefahr einer generalisierten Candida-Infektion.

 

Der Dünndarm ist aufgrund seiner nischenreichen großen Fläche besonders für Hefepilze anfällig. Fehlernährung, Medikamente (z.B. Antibiotika, Kortison), Krankheiten und Immunschwächen fördern das Wachstum der Candida-Hefen erheblich. Nicht jede Besiedelung macht auch Beschwerden. Bei massivem Befall kommt es zu Blähungen, Völlegefühl, Bauchschmerzen, Unwohlsein und Benommenheit. Wenn Pilze in die Darmwand eindringen oder bestehende Geschwüre besiedeln, kommt es zu erheblichen Beschwerden. Zusätzlich zu den Blähungen und Schmerzen kann es noch zu Durchfall mit Blut- und Schleimabgang kommen. Das Allgemeinbefinden ist in solchen Fällen deutlich reduziert.

 

Durch eine Fastenkur kann sich eine Candida-Hefe in die aggressivere Hyphen-Form verwandeln