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Pilz oder Pils?

Soviel Alkohol wird im Dünndarm wohl nicht produziert, aber ein wenig ist schon möglich...

Neben Kohlendioxid produzieren verschiedene Candida-Arten leider auch Alkohol. Hierin unterscheiden sie sich nicht von der Weinhefe. Es kann also bei heftigem Pilzwachstum zu einer echten alkoholischen Gärung kommen. In der medizinischen Literatur wird in diesem Zusammenhang von einem "Eigenbrauerei-Syndrom" gesprochen. Bei japanischen Patienten soll es zu meßbaren Alkoholspiegeln gekommen sein, die sogar zum Führerscheinentzug führten.

 

Eine so hohe Alkoholproduktion ist sicher eine Ausnahme und Sie werden sich nicht darauf berufen können, falls Sie einmal über den Durst getrunken haben sollten. Allerdings muß man bedenken, daß Candida keine Reinzuchthefe ist und neben dem reinen Äthylalkohol (der in Bier und Wein enthalten ist) auch eine ganze Reihe von schädlichen Fuselalkoholen produziert. Sind die absoluten Mengen vermutlich gering, dürfte die kontinuierlich Belastung (24 Stunden pro Tag!) mit Fuselalkohol für empfindliche Personen und Lebergeschädigte durchaus eine Problem sein.

 

Es ist nicht ausgeschlossen, daß das Gefühl von Benommenheit und Unwohlsein, unter dem Menschen mit Pilzbefall häufig leiden, durch solche Fuselalkohole mitverursacht wird.

 

Neben den Blähungen und der Schädigung durch Fuselalkohole verursacht eine übermäßige Pilzbesiedelung häufig auch Bauchschmerzen. Diese sind meist diffus und treten häufig nach dem Genuß von Süßspeisen, Kuchen, süßem Obst oder Zucker auf. Auch Durchfall kann eine Folge von Pilzen sein, wobei dann allerdings meist gleichzeitig der Dickdarm von der Pilzbesiedelung betroffen ist.