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Pilze im Dickdarm

Dickdarm

Ein Befall des Dickdarmes mit Pilzen unterscheidet sich nicht wesentlich von den Beschwerden, die bei einer Pilzerkrankung des Dünndarmes entstehen. Es gibt nur drei Unterschiede:


Beschwerden

Pilze können aus dem Darm über die Hand an jede Stelle gelangen. Das hat wenig mit Hygiene zu tun!

• Die Hauptaufgabe des Dickdarmes ist die Wasseraufnahme. Ein Candida-Befall kann diese Aufgabe stören: Durchfall ist die Folge. Häufiger Stuhlgang bis hin zu wäßrigem Durchfall kann also ein Symptom einer Pilzerkrankung sein.

 

• Das zweite (häufigere) Symptom sind Blähungen, die als Winde abgehen. Auch hier besteht ein Unterschied zwischen Dünn- und Dickdarm. Der Dünndarm ist in der Lage Gase aufzunehmen. So kommt es, daß Blähungen, die im Dünndarm entstanden sind, langsam (z.B. über Nacht) verschwinden: Der geschwollene Leib vom Abend ist am morgen wieder flach geworden. Der Dickdarm verfügt nicht über diese Fähigkeit. Außdem befinden sich dort deutlich mehr Mikroorganismen. So drücken und schmerzen die Dickdarmgase, bis sie auf natürlichem Weg ins Freie gelangt sind.

 

Auch der Ort des schmerzhaften Geschehens ist bei Dünn- und Dickdarmproblemen unterschiedlich. Blähungen im Dünndarmbereich äußern sich meist im unteren Mittelbauch. Dickdarmblähungen sind dagegen gehäuft im aufsteigenden und absteigenden Dickdarm zu spüren, d.h. im Bereich der beiden Flanken. Gelegentlich drücken sie auch von unten gegen Leber und Herz, was dann zur Verwechslung mit Gallen- oder Herzbeschwerden führt.

 

• Schließlich gibt es noch ein Symptom, das oft das erste Zeichen eines Candida-Befalls des Darms ist: der Juckreiz am After. Dieses häufige Symptom wird durch eine Besiedlung von Candida-Hefen auf der Schleimhaut des Enddarms und der Analregion bedingt. Es ist ein lästiges Symptom, das viele Menschen sehr beeinträchtigt. Wenn immer Sie darunter leiden, sollten Sie an die Möglichkeit einer Pilzerkrankung denken. Allerdings gibt es auch hier mehr als eine Ursache: Hämorrhoiden, Wurmbefall und andere Krankheiten können ebenso einen Juckreiz hervorrufen.

 

Afterjucken ist etwas, über das man nicht so gerne redet. Diese Tatsache kommt den Pilzen sehr gelegen! Wie immer suchen sie ihre Chance zu nutzen und können sich unter günstigen Umständen (Schwitzen, enge Kleidung usw.) auf der Haut ausdehnen. Die Analfalte, das Gesäß sowie die Scheiden- und Leistenregion können die nächsten Ziele ihres Angriffes sein. Häufig findet man das beim Baby in Form der Windeldermatitis.

 

Ist die Haut erst einmal befallen, so kann ein Hefepilz über die Haut wieder an andere Orte gelangen: Der Infektionskreislauf ist geschlossen!