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Gewichtszunahme

Je stärker sich die Fettkammern füllen, desto mehr wölbt sich auch ihr Oberrand hervor und erzeugt das unerwünschte Hautbild. Starkes Übergewicht geht automatisch mit Zellulitis einher, da die Fettkammern durch die Gewichtszunahme prall gefüllt werden.


Hautdicke

Je dicker die Lederhaut ist, desto weniger sind die stehenden Fettkammern sichtbar, da sie tiefer unter der Oberhaut verborgen sind. Wenn wir älter werden, nimmt die Hautdicke ab. Dann erschrecken viele Frauen, weil sie plötzlich das Matratzenphänomen bei sich entdecken, von dem sie bis dahin verschont waren.


Elastizität der Haut

Auch durch regelmäßige Massagen und sorgfältige Pflege lässt sich die Elastizität der Haut verbessern.

Je elastischer der Halteapparat des Fettgewebes und die Elastizität der Haut im Allgemeinen, desto weniger wölben sich die Fettkammern hervor. Die Anzahl und die Qualität der elastischen Fasern werden von vielen Faktoren bestimmt. Wesentlich ist die hormonelle Situation. Weibliche Sexualhormone (Östrogene, Gestagene) wirken sich hier positiv aus und steigern die Elastizität der Haut. Dies erklärt auch, warum die Haut im Alter faltiger und brüchiger wird, da die Hormonproduktion kontinuierlich nachlässt.

 

Allerdings hängt die Qualität nicht nur von der hormonellen Lage ab. Sie wird nicht zuletzt von körperlichem Training, Pflege der Haut, Massagen usw. bestimmt.


Feuchtigkeitsgehalt der Haut

Pflegende Ölbäder sorgen für Rückfettung der Haut.

Je mehr Flüssigkeit die oberen Hautschichten speichern können, desto weniger werden die Fettkammern der Unterhaut sichtbar. Vor allem der Anteil von Kollagen und anderen Eiweißmolekülen ist hier entscheidend. Wiederum haben die weiblichen Hormone einen günstigen Einfluss auf die Produktion dieser Eiweiße.


Schwellung der Fettzellen

Frauen, die eher zur Wasserretention neigen, leiden auch unter einer leichten Schwellungsneigung des Unterhautfettgewebes. Als Hintergrund müssen Veränderung der Mikrozirkulation vermutet werden, ähnlich wie beim Lipödem. Wasser und Eiweiß treten aus den Kapillaren aus und lassen die Fettgewebskammern weiter anschwellen. Bei der feingeweblichen Untersuchung erkennt man eine Erweiterung der Lymphgefäße der Haut. Auf diese Weise treten die stehenden Kammern nun noch deutlicher hervor.

Im Gegensatz zu vermehrter Flüssigkeit in der Leder- und Oberhaut ist die Schwellung in diesem Bereich ungünstig, da sie das Phänomen der Zellulitis noch verstärkt.

Wie immer, wenn Eiweiß über längere Zeit im Gewebe verbleibt, kommt es nach einer Weile zu einer Verhärtung. Die Unterhaut wird derber, weiße Blutkörperchen wandern ein, das Gewebe entzündet sich und die Septen treten deutlicher hervor. Als Folge tastet man nun kleine Knötchen und größere Knoten im Fettgewebe.


Durchblutungsstörung

Zwischen Arterien und Venen existiert ein Regulationsmechanismus, der als veno-arterieller Reflex bezeichnet wird. Wenn immer Venen eine Überfüllung registrieren, geben sie ein Signal an die zugeordneten Arterien ab, die sich dann zusammenziehen und den Blutfluss vermindern. Dadurch nimmt die Durchblutung ab und die Überfüllung der Vene wird beendet.

Bei Patientinnen mit Zellulitis ist dieser Reflex in der Haut aus unbekannter Ursache gestört. Ohne diesen Schutzreflex kommt es zu einer Überfüllung der Unterhaut und zu einer zunehmenden Ödemneigung.


Rauchen

Rauchen ist für viele Krankheiten verantwortlich. Auch für die Zellulitis? Indirekt schon, denn Rauchen lässt die Haut dünner werden! Zwischen 25 bis 40% soll die Haut durch die Glimmstengel einbüßen, so der Vergleich zwischen rauchenden mit nicht-rauchenden Zwillingen. Gleichzeitig verliert die Haut durch die Zigaretten an Elastizität, was zu der charakteristischen feinfaltigen Haut der Raucher führt. Beide Faktoren lassen die Fettkammern deutlicher hervortreten.


Bewegungsmangel

Jede Bewegung fördert nicht nur den Fettabbau. Sie führt auch zur verbesserten Durchblutung. Über gut durchbluteter Muskulatur wird weniger Fett deponiert. Dies sind nur zwei der Faktoren, warum Bewegung ein äußerst wichtiger Faktor für die Zellulitis ist. Wer wenig Sport betreibt, hat auf jeden Fall ein größeres Risiko. Es ist auch leicht nachzuvollziehen, dass über einer gut ausgebildeten Po-Muskulatur, die Haut straffer erscheint.


Schwangerschaft

Auch nach Schwangerschaften verändert sich die Haut im Rahmen der natürlichen Gewichtsschwankung. Nicht nur die gefürchteten Schwangerschaftsstreifen zeigen die Schädigung des Unterhautgewebes, sondern auch die Zellulitis kann sprunghaft zunehmen. Die Gründe sind vielfältig. Neben der Gewichtszunahme spielen die allgemeine Ödemneigung in der Schwangerschaft und natürlich auch die Hormonumstellung eine große Rolle.


Genetik

Häufig berichten Frauen, dass Ihre Mütter und Schwestern ebenfalls zu einer Zellulitis neigen würden. Gleichzeitig sei „schlechtes Bindegewebe“ in der Familie verbreitet. Zwar sind mir exakte Zahlen zu diesem Thema nicht bekannt, doch dürfte eine gewisse Veranlagung auch bei der Zellulitis nicht unwesentlich sein. Leidet die Mutter an einer ausgeprägten Zellulitis, muss die Tochter diese nicht schicksalhaft bekommen. Es kommt jedoch dann sehr darauf an, die obigen Risikofaktoren zu minimieren.


Zusammenfassung

Zusammenfassend handelt es bei der Zellulitis also um ein Krankheitsbild mit vielfältiger Ursache. Man könnte es als „Mini-Lipödem“ bezeichnen, also eine Erkrankung, die vor allem auf einer Störung der Mikrozirkulation, vermehrter Fetteinlagerung, einem eiweißreichen Ödem sowie anschließender Verhärtung besteht. Es nur als „kosmetisches Problem“ zu behandeln, wird weder dem Leiden der betroffenen Frauen noch dem komplizierten medizinischen Phänomen gerecht.