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Wassereinlagerungen

Sehr viele Frauen kennen diese Beschwerden: Vor allem in der zweiten Zyklushälfte wachen sie morgens mit aufgedunsenen Augen auf, beinahe als ob sie abends zu tief ins Glas geschaut hätten. Die Ringe klemmen an den Fingern, die Brust spannt und die Waage zeigt einen erheblichen Gewichtsanstieg, obwohl sie nicht mehr als sonst gegessen haben. Zwar werden die Schwellungen im Gesicht und an der Hand im Laufe des Tages besser. Doch dafür spannen bis zum Abend die Beine. Und dazu fühlen sie sich abgeschlagen, matt und reizbar.


Flüssigkeitsretention - Prämenstruelles Syndrom

Große Tagesschwankungen des Gewichts sind typisch für die Beschwerden.

Die vermehrte Wassereinlagerung bei ansonsten gesunden Frauen hat viele Namen. Da sie vor allem in der zweiten Zyklushälfte d.h. nach dem Eisprung auftritt, wird sie oft als zyklisch-idiopathisches Ödem bezeichnet. Das Wort „zyklisch“ erklärt sich von selbst, da die Symptomatik völlig regelmäßig auftritt. Manche Frauen leiden nur in den Tagen direkt vor der Periode, andere können zwei gute von zwei schlechten Wochen unterscheiden. Als „idiopathisch“ bezeichnet man in Medizin Krankheitsbilder, deren Ursache unbekannt ist.

 

Bekannter ist die Bezeichnung „prämenstruelles Syndrom“, also ein Beschwerdebild, das vor allem vor (prä = vor) der Menstruation, der Periodenblutung, auftritt.

Doch die gleiche Wassereinlagerung kann auch weitgehend unabhängig von der Periode auftreten und z.B. nur während feucht-warmer Witterung vermehrt vorhanden sind. Zusammenfassend und neutraler können diese Beschwerdebilder daher als Flüssigkeitsretensions-Syndrom (Retention = Zurückhaltung) bezeichnet werden.

 


Häufigkeit und Vorkommen

Die Symptomatik trifft praktisch ausschließlich Frauen. Meist beginnen die Beschwerden mit der Pubertät, im frühen Erwachsenenalter oder mit Schwangerschaften. Nach den Wechseljahren lassen die Ödeme dann meist nach. Es handelt sich um sehr häufige Beschwerden. Zwar ist die Ausprägung sehr unterschiedlich, doch sollen bis zu 40% aller Frauen zumindest unter leichteren Beschwerden vor allem vor der Periode leiden.