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Atem ist Leben

Die Atmung spielt im Leben eine unvergleichliche Rolle. Ohne Essen können wir Wochen überleben, ohne Trinken geht das Tage lang, aber ohne die Atmung bleibt uns - ganz wörtlich-  nach 3-4 Minuten die Luft weg.

Bei der Atmung nehmen wir Sauerstoff auf und geben Kohlendioxid ab. Wir sprechen von einer „Verbrennung“, und tatsächlich macht jeder Ofen nichts anderes: Er verbrennt einen Brennstoff mit Hilfe von Sauerstoff und gibt dafür Kohlendioxid und Wasser ab. Was dem Ofen Holz, Kohle oder Öl ist, das sind für uns Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett.

Die Regulation dieses Prozesses ist in unserem Körper fein geregelt. Die Sauerstoffkonzentration des Blutes liegt bei Gesunden unter normalen Umständen (keine Lungenerkrankung, keine extremen Höhen) fast bei 100% des maximal möglichen Wertes. Der Kohlendioxidgehalt schwankt um 40 mmHg (= mm Quecksilbersäule).   


Atemfrequenz

Wenn Sie gerade diese Zeilen lesen, werden Sie wahrscheinlich ruhig an Ihrem Computer sitzen. Sie brauchen Energie, dementsprechend benötigen Sie auch wenig Sauerstoff und geben wenig Kohlendioxid ab. Kurz: Ihre Atmung ist ruhig und wahrscheinlich auch regelmäßig.

In solch einem Fall wird Ihre Atemfrequenz etwa zwischen 12 und 15 Zügen pro Minute betragen. Bei Kindern und Jugendlichen ist sie deutlich schneller. Je nach Alter liegt hier die Ruhefrequenz bei 20-30 Atemzügen.

Doch diese Normwerte können täuschen. Manche Menschen können ihre Ruheatmung auf wenige Atemzüge absenken. 3-4 Züge pro Minute oder weniger sind bei tiefer Entspannung möglich.

Anderes, wenn Sie Sport treiben oder die Treppen hinauflaufen. Nun atmen Sie rasch, um viel Sauerstoff über das Blut zu den Muskeln zu transportieren. Die „Abgase“, das Kohlendioxid, werden sie im gleichen Atemzug wieder los – ziemlich praktisch!


Vollautomatisch

Die Atemregulation ist hochgradig automatisiert; wir brauchen uns darüber keine Gedanken zu machen. Schon wenn wir uns auf eine Aktion vorbereiten,  atmen wir ein wenig schneller und stellen uns damit unbewusst auf den erhöhten Bedarf an Sauerstoff ein.

Besonders gut kann man dies bei Sportlern, z.B. Gewichthebern, beobachten, die vor dem entscheidenden Versuch einige Male tief durchatmen und dann "zur Tat schreiten".  Ähnlich verhalten sich Sprinter in den Startlöchern, usw.

Aus medizinischer Sicht ist das sinnvoll, da die Sportler sich so auf den erhöhten Bedarf an Sauerstoff vorbereitet haben und schon prophylaktisch ein wenig Kohlendioxid abgeatmet haben. Es ist ein bewährter Reflex,  der völlig automatisch abläuft.