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Heißhunger ohne Befund

In vielen Fällen ist das Ergebnis der Untersuchungen: Kein wesentlicher krankhafter Befund. Alles in Ordnung! Weder eine Zuckerkrankheit noch eine Störung der Insulinproduktion usw.

Nur der Blutzucker fällt aus unbekannter Ursache nach dem Essen ab. Und damit sind entsprechend lästige Symptome verbunden: Schwäche, Zittern, Angst usw.

 

Besonders häufig treten diese Zustände nach einer süßen Mahlzeit auf, z.B. nach einem Frühstück mit Toast und Marmelade. Dann fühlt sich der Betreffende zuerst noch frisch. Zwei Stunden später setzen jedoch urplötzlich die Beschwerden ein.


Hintergrund

Eine echte Aufgabe, herauszufinden, was da alles drinsteckt!

Nach jeder Mahlzeit muss der Körper analysieren, wie viele Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß in der Nahrung vorhanden sind. Entsprechend dieser Analyse werden dann die geeigneten Verdauungsenzyme freigesetzt.

 

Essen wir viel Süßes, gelangt der Zucker schnell aus Magen und Darm in die Blutbahn. Der Blutzuckerspiegel steigt rasch an.

Nun ist es die Aufgabe des Insulins, den Kalorienträger „Zucker“ schnell in die Zellen zu transportieren. Insulin arbeitet so ähnlich wie ein Schlüssel, der die Türen öffnet, durch die Zucker dann in die Zellen gelangt. So werden diese mit Energie versorgt.

Dadurch werden gleichzeitig zwei Ziele erreicht: Die wertvolle Energie "Zucker" erreicht die Zellen und der Zuckerspiegel im Blut wird wieder normalisiert (zwischen 70-100 mg/100 ml).


Exakte Regulation

Die Regulation des Blutzuckers erfolgt nicht nur durch Insulin. Es gibt auch einen Gegenspieler, der den Blutzucker erhöht: Glukagon.

 

Somit wird der Blutzucker wie durch zwei Zügel geregelt. Ist er zu hoch, wird Insulin produziert, fällt er zu weit ab, sorgt der Körper mit Glukagon für den Anstieg des Blutzuckers.


Fehlsteuerung

Hier wird viel Insulin benötigt!

Bei manchen Menschen kommt es hier zu einer Fehlsteuerung. Sie reagieren überschießend mit einer zu reichlichen Produktion von Insulin bzw. mit einer verzögerten Freisetzung von Glukagon.

 

Die Folge: Abfall des Blutzucker – Heißhunger, Schwäche und viele weitere Symptome.

 

Im Detail geht das so:

Die Fehlregulation beginnt mit einer Mahlzeit, die reichlich Süßes enthält. Der Zucker wird ins Blut aufgenommen. Es kommt zu einem raschen Anstieg des Blutzuckerspiegels und einer sich anschließenden massiven Freisetzung von Insulin.

Dies sorgt für den Einstrom des Zuckers in die Zellen. Der Blutzucker fällt wieder ab.

 

Statt aber auf das richtige Niveau zurückzukehren, sinkt er tiefer ab als gewünscht und sackt unter 50 mg/100 ml. Das ist für die normale Körperfunktion zu wenig, und die Symptome des Unterzuckers setzen ein.