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Therapie - nicht nur die Nase!

Wärmetherapie als Teil einer multimodalen Behandlung

Bei den meisten Betroffenen liegt nicht nur eine abnorme Geruchsempfindlichkeit vor, sondern meist auch eine erhöhte Sensibilität in anderen Bereichen: Lärmempfindlichkeit, Lichtempfindlichkeit, vermehrte Schmerzen und eine erhöhte Wahrnehmung der inneren Organe (Reizdarm, Reizblase, Unterleibsschmerzen usw.) vermehrte Kälte- oder Wärmeempfindlichkeit (Frieren, Frösteln, Schwitzen).

Dies ist Ausdruck einer zentralen Sensitivierung, d.h. (fast) das gesamte Sinnessystem kann überempfindlich werden. 

Hauptproblem der Therapie ist die Tatsache, dass die Geruchsempfindlichkeit für sich allein meist nur schlecht  behandelt werden kann. Wie bei anderen Formen der gesteigerten Sensibilität sind multimodale Behandlungen notwendig. Dabei nützt man die Tatsache, dass die verschiedenen sensorischen Qualitäten meist nicht unabhängig voneinander sind. D.h., lässt die Schmerzempfindlichkeit, die Lichtempfindlichkeit usw. und die Angst nach, dann wird auch die Geruchsüberempfindlichkeit besser.

Diese Tatsache machte sich bereits Pfarrer Kneipp zu nutze. Er behandelte unterschiedliche Krankheiten mit Wärme- und Kälteanwendungen. Mit dieser „Abhärtung“ konnte er nicht nur die Reizschwelle der Kälte- und Wärmesensoren sondern die allgemeine Reizschwelle anheben.

Selbstverständlich muss eine Therapie individuell geplant werden. Ein Überblick zur multimodalen Therapie findet sich z.B. beim Thema „Fibromyalgie“.