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Unter Vulvodynie versteht man ein Brennen, Schmerzen, dem Gefühl des Wundseins, erhöhten Sensibilität oder andere Missempfindungen im Bereich des äußeren Genitales der Frau. Es ist kein Krankheitsbild sondern ein Symptom, weswegen auch empfohlen wird, statt von Vulvodynie eher von einer Dysästhesie (Missempfindung) in diesem Bereich zu sprechen.
Man unterscheidet gelegentlich zwischen Formen, die nur bei Berührung schmerzhaft sind und solchen, die auch ohne Berührung Missempfindungen zeigen.
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Das Beschwerdenbild ist überraschend häufig. Eine von sechs Frauen soll zumindest phasenweise darunter leiden.
Bei eine Untersuchung an 4915 Frauen in Boston, USA; berichteten 16% über das Problem irgendwann in der Vergangenheit und 7% litten unter akuten Beschwerden.
Die Beschwerden haben zahlreiche Ursachen. In vielen Fällen kann man eine eindeutige Ursache nicht festlegen.
In einer Studie fanden sich für die Beschwerden auch organische Entsprechungen: eine erhöhte Konzentration bestimmter Rezeptoren (Vanilloid Rezeptoren - VR1 (TRPV1)).
Vulvodynie tritt häufig in Verbindung mit anderen funtionellen Beschwerden wie Fibromyalgie, Reizdarm und interstitieller Zystitis auf.
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In vielen Fällen bleibt die Suche nach den Ursachen leider erfolglos |
Bei der Klärung der Ursachen sollten eine Reihe von Krankheiten untersucht, bzw. ausgeschlossen werden.
• Erkrankungen der Nerven (Neuropathie) im Bereich des kleinen Beckens
• Fortgeleitetet Schmerzen (Ausstrahlungen) aus anderen Bereichen des kleinen Beckens
• Fehlfunktionen der Muskulatur des kleinen Beckens
• Depressionen sollen häufiger bei den Betroffenen vorhanden sein, wobei unklar ist ob dies Ursache oder Folge der Beschwerden ist (siehe diese Problematik bei Fibromyalgie
• Hauterkrankungen
• Sexueller Missbrauch, so eine Untersuchung, sei nicht gehäuft in der Vorgeschichte.
• Es bleibt jedoch eine große Gruppe von Betroffenen, bei denen man keine der obigen Ursachen findet.
Es gibt derzeit noch keine einheitliche Therapie der Vulvodynie. Falls spezifische Ursachen (Hauterkrankungen, Besiedelung mit Pilzen, Nervenerkrankungen usw.) gefunden werden, dann sollte selbstverständlich entsprechend der Ursachen behandelt werden.
Bei einer sehr großen Gruppe von Patienten findet man jedoch keine solche Ursache. Man muss vielmehr von einer Sensitivierung (Überempfindlichkeit) in diesem Bereich ausgehen, die große Ähnlichkeiten zur Fibromyalgie bzw. anderen Formen des chronischen Schmerzes bzw. der funktionellen Beschwerden aufweist.
Hier ein Artikel über Ute Horn, eine Betroffene und Leiterin einer Internet-Selbsthilfegruppe, aus der Apotheken-Rundschau.
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Häufige Antibiotikatherapie kann ein Teil des Problems sein |
Am Anfang steht die Diagnose. Wenn Sie einen Termin vereinbaren, werden wir erst gemeinsam klären, welche Beschwerden im Zentrum stehen, bzw. wie ausgedehnt die Beschwerden sind. Eine gynäkologische Untersuchung ist in der Regel nicht erforderlich, da diese meist schon unzählige Male erfolgt ist.
Jedoch klären wir zum einen, ob andere Zeichen der Schwellensenkung (z.B. Schmerzen an anderen Körperstellen) und andere funktionelle Erkrankungen wie z.B. Reizdarm oder ein Fibromyalgie Syndrom vorliegt.
Wesentlich ist auch die Frage nach der Einnahme von Antibiotika bzw. die Vorgeschichte mit Pilzerkrankungen. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob aktuell ein Vaginalpilz vorhanden ist, sondern ebenso um Pilze im Magen-Darm-Trakt bzw. eine Allergie auf Candida Arten.
Auch Laboruntersuchungen oder andere Untersuchungsmethoden können ggf. sinnvoll sein.
Je nach Ergebnis wird dann eine Therapie eingeleitet, die im Wesentlichen sich auf zwei Ziele richtet:
1. Die Anhebung der örtlichen und allgemein Reizschwelle
2. Die Beseitigung von Risikofaktoren und begleitenden Störungen.
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Das Problem trifft auch junge Frauen |
Hierzu setzten wir wie verschiedene Techniken ein - u.a.:
1. Biofeedback zur Entspannung der Beckenbodenmuskulatur
2. Medikamtenöse Therapie (niedrig (!) dosierte Antidepressiva, Antikonvulsiva, Lokalanästhetika und andere)
3. Allgemeine Entspannungsverfahren
4. Vertiefung des Schlafes
5. Behandlung des Reizdarms
6. Nicht-medikamentöse Schmerztherapie (Massagen, Wärme-, Kälteanwendungen)
7. Kurzpsychotherapeutische Behandlung
8. Beckenbodentraining mit dem Galileo-System
Ggf. weitere Verfahren
Je nach Ausmaß der Beschwerden und des Einzelfalles bieten wir zwei Behandlungsabläufe an:
Zuerst sollten Sie einen Beratungs- und Diagnstiktermin ausmachen. Hier wird ein Überblick über das Ausmaß der Beschwerden und der weiterer Symptome erhoben.
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Das Leben wieder unbeschwert genießen können |
Bei ausgeprägten Beschwerden empfehlen wir eine Intensivbehandlung mit täglichen Therapien. Das beinhaltet eine umfassende Schmerztherapie und Biofeedback-Training mit einer spezifischer Einführung und täglichem Training.
Nach zwei Wochen wird die Behandlung dann auf Selbsthilfemaßnahmen umgestellt. Diese umfassen Ernährungsratschläge, ggf. Anleitung für Gymnastik und Dehnübungen und medikamentöse Empfehlungen.
Ein Biofeedback-Gerät überlassen wir Ihnen leihweise für das tägliche Training zu Hause
In gewissen Abständen überprüfen wir den Therapieerfolg und ändern ggf. die Behandlungsmaßnahme.
• Bei geringeren Beschwerden oder lediglich örtlich begrenzten Beschwerden beschränken wir uns nach der Diagnostik auf die Maßnahmen zuhause (Biofeedback, Selbsthilfemaßnahmen, Medikamente).
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Sonniges Appartement in Praxisnähe |
Für auswärtige Patienten besteht die Möglichkeit in einem dafür reservierten sonnigen Appartement in unmittelbarer Praxisnähe während einer oder mehreren Wochen zu wohnen. Das 1-Zimmer-Appartement ist komfortabel ausgestattet (Bad, Balkon, TV, Video, CD, Kochnische). Man kann sich dort selbst verpflegen oder aber den Service eines großen Hotels in Anspruch nehmen. Im Haus: Schwimmbad, Sauna, Reinigungen, Einkaufsmöglichkeiten...(€ 50,-/Tag).
Weitere preiswertere, einfache Appartements (ca. € 25,-)stehen gleichfalls in Praxisnähe zur Verfügung.