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Polymyalgia rheumatika

Die Polymyalgia rheumatika ist ein schwere, meist plötzlich einsetzende Entzündung sehr vieler Muskelgruppen (rheumatischer Vielmuskelschmerz.) Sie betrifft etwas mehr Frauen als Männer meist jenseits des 60. Lebensjahres. Typisch sind die heftigsten symmetrischen Muskelschmerzen im Bereich des Schultergürtels oder des Beckens, die aus heiterem Himmel auftauchen.

Verbunden ist dies mit einem hochgradigen Krankheitsgefühl und Abgeschlagenheit. Bei der Laboruntersuchung fallen sehr starke Entzündungswerte (Blutsenkung- sog. „Sturzsenkung“, CRP) auf.

Diagnosekriterien: vier von sieben Kriterien sollte erfüllt sein. 

  • beidseitige Schmerzen/Steifigkeit in der Muskulatur
  • akuter Erkrankungsbeginn
  • Alter > 65 J. selten früher
  • Hohe Blutkörperchensenkung > 40 mm/1.h
  • morgendliche Steifigkeit > 1 Stunde
  • Depression und/oder Gewichtsverlust
  • beidseitiger Oberarmdruckschmerz

Die Symptomatik reagiert in aller Regel sehr gut auf Kortison, das in der ersten Therapiephase in hohe Dosis gegeben wird. Häufig sind die Patienten nach der ersten Dosis über Nacht beschwerdefrei („Wunderheilung“). Später wird im Verlauf einer längeren Zeit (1-2 Jahre) die Dosis meist reduziert bis auf möglichst kleine Kortisonmengen.