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Enttäuschende medikamentöse Therapie

Stufenschema der Schmerztherapie nach WHO

Setzte man anfänglich die Hoffnungen vorwiegend auf pharmakologische (medikamentöse) Therapie, wird heute deutlich, dass diese als alleinige Maßnahme weit gehend enttäuscht haben. Patienten reagieren weder auf periphere noch zentrale Analgetika mit eindeutiger Schmerzminderung. Auch das Stufenschema nach WHO (siehe nebenan) versagt bei Fibromyalgie Patienten. Die Betroffenen klagen für allem über die Nebenwirkungen ohne eine ausreichende Hauptwirkung zu erzielen. Auch Antirheumatika – Anti-Rheuma-Mittel – lassen die erwünschte Wirkung meist vermissen.

Schmerzmittel enttäuschen u.a. da es sich beim Fibromyalgie Syndrom vor allem um eine Störung der Schmerzverarbeitung handelt. Ein vermehrter Einstrom aus peripheren Nocizeptoren ist nicht oder nur in geringem Umfang gegeben.


Multimodulare Therapie

Die Erkenntnis setzte sich durch, dass nur eine vieldimensionale oder multimodulare Therapie bei den chronifizierten Fällen mit Aussicht auf Erfolg durchgeführt werden kann. Dabei stehen unterschiedliche Verfahren nebeneinander und müssen – je nach Fall – anders gewichtet werden.

Aus wissenschaftlicher Sicht mag das unbefriedigend sein und der Vorwurf von ungezieltem Therapieren liegt nahe. Der Erfolg gibt jedoch den integrierten Ansätzen recht, die mit umfassenden Therapiekonzepten stabilere Ergebnisse erzielen können.

Solche Konzepte werden vor allem in spezialisierten Kliniken erzielt. Im ambulanten Bereich, in dem wir arbeiten, sind solche Verfahren noch die Ausnahme.

Die Auswahl der Verfahren, hängt unter anderem von den örtlichen Gegebenheiten ab. Je nach Institution stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. Eine Reihe von Therapieverfahren haben sich jedoch als besonders geeignet erwiesen.