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Carpaltunnel & Co - Engpassyndrome

Nervenengpass-Syndrome sind bei Fibromyalgie ausgesprochen häufig. Am bekanntesten ist das sog. Karpaltunnelsyndrom.

 Es handelt sich dabei um eine Druckschädigung eines Nerven in der Peripherie des Körpers. Die Symptome sind vielfältig. Sie beginnen bei Missempfindungen, steigern sich zu Taubheitsgefühlen und Schmerzen und enden bei Lähmungen.

 Begünstig werden die Beschwerden durch wiederholte gleichförmige Bewegungen (Tippen, Musiker).

 Risikofaktoren sind: Alkoholismus, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Schwangerschaft, weibliches Geschlecht, mittleres Lebensalter.

 Bei Fibromyalgie ist vor allem das diffuse Ödem ein Hauptrisikofaktor. Hier beobachte ich sehr enge Zusammenhänge. Je ausgeprägter das Ödem, desto stärker ist die Schwellung in den Kanälen, durch die sich die Nerven „hindurch zwängen“.

 Obwohl die Symptome oft recht eindeutig sind (z.B. beim Karpaltunnel nächtliche Schmerzen im ganzen Arm) dauert die Diagnose oft recht lang. Beste diagnostische Methode: Messung der Ströme im Nerven – Neurographie und Elektromyographie.

 Standardtherapie: Ruhigstellung, nächtliche Schiene, antientzündliche Medikamente, ggf. kurzfristig Kortison am Ende operative Erweiterung des Kanals.

 Bei Fibromyalgie mit begleitenden Ödemen ist die antiödematöse Therapie meist überaus erfolgreich. Dies ist umso wichtiger da die Beschwerden, z.B. beim Karpaltunnel Syndrom auch beidseits auftreten können und auch nach der Operation erneut in der gleichen Hand wieder kommen kann.


Beispiele für Engpass Syndrome, engl. "Entrappment" Syndrome. Am häufigsten ist das Karpaltunnel Syndrom