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Beispiel - Schmerzen überall aber keine Fibromyalgie

Schmerzen können hormonelle Ursachen haben z.B. bei Schilddürsen Erkrankungen

 

Ein 50-jähriger Versicherungskaufmann litt unter einer bösartigen Schilddrüsenerkrankung. Um eine erfolgversprechende Behandlung einleiten zu können, war es notwendig, vorübergehend eine künstliche Schilddrüsenunterfunktion zu erzeugen. Wenige Tage nachdem dieser Zustand hergestellt war, kam der Patient, der sich bis dahin wohl gefühlt hatte, entsetzt in meine Sprechstunde: Es gehe ihm hundsmiserabel. Er habe das Gefühl, jeder einzelne Muskel tue ihm weh - so, als habe er Muskelkater von Kopf bis Fuß. Gleichzeitig sei er schrecklich müde, könne aber trotzdem nicht schlafen.

 

Bei der Untersuchung konnte ich die typischen Druckpunkte vor allem im Rücken- und Armbereich feststellen. Die Beschwerden des Patienten waren durch Medikamente fast nicht beeinflussbar. In diesem Fall war eine eingehende Laboruntersuchung nicht notwendig. Es war bereits klar, worauf die Schmerzen zurückzuführen waren. Der Zustand dauerte auch nur kurz. Zehn Tage später war es möglich, den Hormonmangelzustand aufzuheben und innerhalb von zwei weiteren Tagen war der ganz Spuk vorbei, ohne irgendwelche Folgen hinterlassen zu haben.

 

Ähnliche Zustände kennen Sie - in geringerem Ausmaß - auch bei sich selbst: Während oder nach einem grippalen Infekt werden Sie gelegentlich das Gefühl haben, "alles tut weh". Hier lösen Viren diesen harmlosen Zustand aus, der dann meist auch mit Gelenkbeschwerden einhergeht.