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Wann liegt keine Fibromyalgie vor? - Differentialdiagnose

Steht die Diagnose noch nicht sicher fest, müssen verschiedene Krankheiten ausgeschlossen werden

Vermutlich werden Sie eine ganze Reihe der bisher beschriebenen Symptome bei sich entdeckt haben. Doch bedeutet das nicht automatisch, daß Sie auch an einer Fibromyalgie leiden. Etliche Krankheiten, die leicht verwechselt werden können, verursachen ähnliche Symptome. Daher zunächst einige Faustregeln zur Orientierung.

Sollten bei Ihnen ein oder mehrere der folgenden Symptome/Befunde vorliegen, dann haben Sie höchtstwahrscheinlich keine primäre Fibromyalgie. In jedem Fall sollten Sie sich weiter untersuchen lassen, um zu einer korrekten Diagnose zu kommen. Man sollte grundsätzlich keine Selbstdiagnose stellen. Als Betroffener kann man jedoch klären, ob ein begründeter Verdacht besteht, den man dann von einem Fachmann abklären lassen kann.


Keine Zeichen

• Dauerhafte Entzündungszeichen im Blut.

• Klare Veränderungen in Röntgenbildern, Computertomogramm, bei der Ultraschall-untersuchung usw.

• Langanhaltendes Fieber (über 38°C), ausgeprägte Muskelschwäche, Lähmungen, sichtbare Rötung, Überwärmung um die Gelenke oder Schmerzen in (!) den Gelenken, Formveränderungen von Muskulatur oder Gelenken.


Verwechslungsgefahr

Ich möchte noch einige Krankheiten erwähnen, die leicht mit einer Fibromyalgie verwechselt werden können. Eine Reihe von ihnen ist vor allem durch begleitende Entzündungen bzw. typische Laborveränderungen charakterisiert:

 

• Polymyalgia rheumatica

• Muskelentzündungen

• Rheumatoide Arthritis (entzündliches Gelenkrheuma), gerade eine beginnende rheumatoide Arthritis ist oft ohne Laborveränderung und kann oft nur schwer von einem Fibromyalgie Syndrom unterschieden werden.

• Erkrankungen des Bindegewebes (med. Kollagenose): Sjögren-Syndrom, Lupus erythematodes, Polymyositis, Dermatomyositis und andere

• Hormonelle Erkrankungen: Über- und Unterfunktion von Schilddrüse und Nebenniere oder Überfunktion der Nebenschilddrüse

• Infektionen, z.B. Epstein-Barr-Virus, Hepatitis-Virus oder Borrelien

 

Der richtige Ansprechpartner, um diese Erkrankungen auszuschließen, ist beispielsweise ein Rheumatologe.