Heute kennen wir mehrere hundert unterschiedliche Formen der rheumatischen Erkrankungen, die von der Arthrose bis zur rheumatoiden Arthritis (dem klassischen Gelenkrheuma) reichen.
Bei FMS wird sich vermutlich bald eine vergleichbare Differenzierung ergeben. Wenn wir also heute noch von „einem“ Fibromyalgiesyndrom sprechen, dann ist eine unzulässige Vereinfachung. Noch gibt es keine sinnvolle und allgemein akzeptierte Untergliederung des FMS. Das sie kommen wird, steht außer Frage.
Versucht man - mit aller Vorsicht - klinische Verläufe zu unterscheiden, dann lassen sich bereits heute typische Vorgeschichten unterscheiden. Allen Gruppen gemeinsam ist die langsame zeitliche und räumliche Ausbreitung der Schmerzen.

Meist beginnt die Symptomatik mit „banalen“ Rücken- oder Nackenschmerzen, bzw. Schmerzen, wie sie jeder Mensch irgendwann empfindet. Diese Beschwerden sind anfänglich nur zu bestimmten Zeiten vorhanden. Beispielsweise nach körperlicher Überlastung, bei Infekten, nach einigen schlechten Nächten oder im Winter. Die Schmerzen kommen und gehen.
In einer späteren Phase treten sie dann „schubweise“ für Tage oder Wochen auf. Zwischen diesen „Schüben“ sind die Betroffenen fast schmerzfrei. Am Ende stehen Dauerschmerzen.
Daneben steht die räumliche Ausbreitung. Während zu Beginn die Pein nur in wenigen Körperstellen sitzt, kommen im Lauf der Zeit immer mehr dazu. Dies sind typischerweise der gesamte Rücken, die Schulter, der Nacken, Knie- und Hüftgelenke, Ellenbogen- und Handgelenke usw. Am Ende steht der Ganzkörperschmerz. Dann tut „alles“ weh.