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Film über Erschöpfungssyndrome

Wir freuen uns hier einen 26 Minuten langen Film vorstellen zu können, mit dem wir unsere Gedanken und Lösungen für Erschöpfungssyndrome erläutern. Es geht um eine Fallgeschichte, die physiologischen, psychologischen und immunologischen Grundlagen und - vor allem - über rationale und nachhaltige Therapiemöglichkeiten. 

Den vollständigen Film können Sie hier auf dieser Seite oder als Youtube-Film sehen. Einen Film zum Therapieverlauf hier


Beschwerden

Immer häufiger kommen Patienten zum mir, die über mehr oder weniger ähnliche Beschwerden klagen. Lange Zeit standen sie mitten im Leben: Aktiv, voll im Beruf engagiert und daneben auch in der Freizeit in vielen Bereichen interessiert. Möglicherweise war da auch Stress und manchmal wurde es ihnen alles zu viel. Aber irgendwie haben sie es immer wieder geschafft. 

Dann aber kommt ein banaler Infekt, icht anders als sie es früher schon häufig hatten. Sie fühlen sich sehr elend und zerschlagen, so wie es eben eine „Grippe“ mit sich bringt. Aber statt wie sonst nach einer Woche oder spätestens zwei vorüber zu sein, bleibt das Gefühl der Erschöpfung und Zerschlagenheit erhalten.

Tage, Wochen und Monate vergehen – und es wird nicht besser. Sie fühlen sich müde, „grippig“, haben Muskel- und Gelenkschmerzen, leiden unter Schwindel, Benommenheit,  Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, zahlreichen sog. funktionellen Beschwerden, Licht- und Lärmempfindlichkeit und vielen anderen Symptomen. Kurz: sie sind nur noch ein Schatten ihrer selbst.


Keine Erholung im Schlaf

Manche Patienten berichten, sie seien gezwungen, bis 18, 20 oder gar noch mehr Stunden im Bett zu verbringen, bis zu 12 Stunden in der Nacht und dann nochmals tags über viele Stunden. Doch der Schlaf bringt nicht die gewünscht Erholung, meist fühlen sie sich beim Aufstehen schlechter als am Abend zuvor. 


Typische Beschwerden - Hauptkriterien für die Diagnostik

Rätselhafte Erschöpfung ohne Erholung in der Nacht prägt CFS

Unter CFS (Chronic Fatigue Syndrome, dt. chronisches Erschöpfungssyndrom) versteht man eine abnorme Ermüdbarkeit nach körperlichen oder geistigen Anstrengungen, die sich nach Ruhe nicht bessert.

Charakteristisch ist:

• Oft ein zeitlich benennbarer Beginn, häufig können Betroffene ein bestimmtes Datum nennen. Allerdings gibt es auch Patienten, die langsam in die Erschöpfung hineinrutschen. 

• Kein Zusammenhang einer eindeutigen körperlichen oder seelischen Überlastung, die das Gefühl der Erschöpfung verständlich machen würde.

• Lange Dauer Symptomatik, d.h. länger als drei (nach anderen Autoren: sechs) Monate

• Die körperliche und geistige Leistungsminderung (z.B. weniger als 50% des Ausgangsniveaus).


Weitere Symptome - Nebenkriterien der Diagnostik

Schmerzen in der Muskulatur und den Gelenken gehören ebenso wie beim Fibromyalgie-Syndrom zum Beschwerdebild

Anders als der Name es nahelegt, macht die Erschöpfung nur einen Teil des CFS aus. Die Symptomatik besteht keineswegs nur aus dem Gefühl der Müdigkeit und Überforderung.

Meist ist eine Fülle von weiteren funktionellen Störungen vorhanden. Damit ähnelt das Beschwerdebild auch anderen Erkrankungen, die auf diesen Seiten dargestellt werden. Insbesondere dem Fibromyalgie-Syndrom, Reizdarmsyndrom, verschiedenen Formen der Schlafstörungen, Schwindel, Schwächegefühlen oder eben funktionellen Störungen im Allgemeinen.

Auch Störungen des Immunsystems, speziell des Lymphsystems sind verbreitet.

Weitere Beschwerden: Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, nicht erholsamer Schlaf, Empfindlichkeiten der Lymphknoten, Nervenzuckungen und Kribbeln im Körper, Depressionen, Ohrgeräusche, Sehstörungen, Allergien, subfebrile Temperaturen sowie eine anhaltende Verschlechterung des Zustandes nach Anstrengung und vieles mehr.


Weitere Bezeichnungen - Synonyme

Für die Symptomatik werden viele Begriffe benützt. Neben der häufigen Bezeichnung CFS wird es auch als 

• chronisches Müdigkeitssyndrom

• myalgische Enzephalopathie

• Neurasthenie

bezeichnet.

Auf die gleiche Symptomatik zielen auch die folgenden Begriffe:

• Chronische Epstein-Barr-Virus-Infektion

• Postinfektiöse Neuromyasthenie

• Postvirales Erschöpfungssyndrom

• "Grippe, die nicht mehr vergeht"

Der ICD-Code ist F 48.0 und fällt unter die Rubrik der somatoformen Störungen. Alternativ kann sie mit G 93.3 bezeichnet werden.

Allerdings gilt es zu bedenken, dass es viele ähnliche funktionelle Störungen gibt, die möglicherweise nicht wirklich voneinander getrennt sind, sondern starke Überlappungen aufweisen. 


Starke Überlappung (einmal klicken)