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Therapie

Viele einfache therapeutische Maßnahmen lassen sich problemlos aus den Ausführungen über die Ursachen der Blähungen ableiten.


Bauchmuskeln aufbauen

Bauchmuskeln: Sich reichlich Bauchmuskeln anzutrainieren, ist eine hervorragende Maßnahme gegen die lästigen Winde. Es muss nicht unbedingt ein Waschbrettbauch sein, doch je stabiler die Muskeln, desto weniger können sich die schaumigen Gase im inneren des Bauchs ausdehnen.

Morgendliche sit-ups sind eine gute Möglichkeit, Figur und Darm in Form zu bringen. 


Ernährungsumstellung

Geregelte Verdauung: Wer unter Verstopfung leidet, kann etwas dagegen tun. Der Ernährungsteil zeigt, wie die Verdauung nachhaltig verbessert werden kann. Als erste Maßnahme empfiehlt sich die Verwendung von Leinsamen oder – besser – Flohsamen, die es in der Apotheke zu kaufen gibt. 


Zuckerunverträglichkeit

Wer unter einer Unverträglichkeit leidet, sollte selbstredend die entsprechenden Zuckerarten meiden. Die Einnahme des fehlenden Enzyms (Laktase) bei der Laktoseintoleranz in Tablettenform ist in der Regel nur wenig hilfreich. Das Ausweichen auf Laktose-freie Milchprodukte erweist sich meist als wirkungsvoller.

Schwieriger ist es, der Fruktose auszuweichen, da sie  nicht nur im Obst sondern auch im Gemüse, Saft, Bier und Wein vorhanden ist.

Hier gibt es jedoch einen kleinen Trick. Für Fruchtzucker gibt es nämlich zwei Transportwege. Auf dem einen wird nur die Fruktose ins Blut befördert. Beim zweiten wird sie „huckepack“ von anderen Zuckerarten und auch Eiweißbausteinen mitgenommen. So kommt es, dass manche Obstsorten (Trauben, Birnen) besser vertragen werden, wenn sie mit zusätzlich Zucker überstreut werden.


Luftschlucken

Je ruhiger und genussvoller eine Mahlzeit abläuft, desto weniger Luft wird dabei unwillkürlich geschluckt. Ein im Stehen hastig heruntergewürgtes Brötchen in der Mittagspause rächt sich durch anschließende Beschwerden.

Eine angenehme, entspannte Atmosphäre beim Essen, vielleicht eine kurze Entspannungsübung vor der Mahlzeit, sind zu empfehlen, falls vermehrtes Aufstoßen nach dem Essen ein Problem darstellt. 


Nahrungsmittel

Wer sich vom Speiseplan her absichern möchte, sollte natürlich Bohnen, Kohl und Konsorten meiden und stattdessen lieber eines der folgenden Nahrungsmittel bevorzugen.


Colonmassage

Ist die Gasbildung mehr oder weniger normal, die Wahrnehmung der Darmbewegung bzw. Dehnung jedoch übermäßig sensibel, dann reicht eine Ernährungsumstellung in der Regel nicht aus. Zwar sorgt eine vorübergehende Periode der Schonkost für Entlastung vor Reizen aus dem Bauchraum, es sind jedoch weitere Maßnahmen notwendig, um die Reizschwelle anzuheben. In aller Regel ist sie nicht nur in Bezug auf den Verdauungskanal reduziert, sondern betrifft auch andere Bereiche. 

Um diese erhöhte Reizbarkeit zu vermindern, können zahlreiche Verfahren eingesetzt werden. Seit langem kennt man in der Physiotherapie die sog. „Colonmassage“ (Colon = Dickdarm). Es handelt sich um eine sanfte Streichmassage, bei der ein Therapeut kreisförmige Massagebewegungen um den Nabel ausführt. Ein Arzt kann diese Massagen verordnen. 


Warme Bauchwickel

Ein warmer Wickel kann eine Wohltat sein. Man benötigt dazu zwei große und ein kleines Handtuch.

Das kleine Handtuch in sehr heißes Wasser getaucht und vorsichtig ausgewrungen, bis kein Wasser mehr heraustropft. Sobald die Temperatur auf der Haut erträglich ist, wird das heiße Tuch auf den Bauch gelegt und mit dem großen Handtuch fest um den Leib gewickelt. Das zweite Badehandtuch sorgt dafür, dass die Matratze nicht feucht wird. Nun deckt man sich mit einer Decke zu und kann für 15-30 min ruhig entspannen. 


Bewegung

Ein Aufbau der Bauchmuskeln und Sport (Walking, Joggen) ist gleichfalls sinnvoll, um die überempfindlichen Darmnerven zu beruhigen. Die Übungen sollten keine Angst machen. Nur so kann das Bauchhirn lernen, dass von den Impulsen aus dem Inneren keine Gefahr ausgeht. 


Multimodale Therapie

Manchmal haben die Betroffenen schon alles versucht. Sie ernähren sich nur von nicht-blähenden Nahrungsmitteln, trinken keine Getränke mit Kohlensäure, versuchen zu entspannen, vermeiden Milch usw. Trotzdem zeigt sich der Bauch unbeeindruckt von allen Anstrengungen. Der Bauch drückt und schmerzt, Frauen haben den Eindruck sie seien in den letzten Schwangerschaftsmonaten.

In diesen Fällen ist meist eine Kombination verschiedener Therapieverfahren notwendig, also eine multimodale Therapie.