Diese Website verwendet Cookies. Mit Hilfe der Einstellungen Ihres Browsers können Sie dies ändern.
Hier können Sie sich über unsere Datenschutz-Richtlinien informieren. Beachten Sie auch den Haftungsausschluss.
Wenn Sie die Webseite und ihr Angebot nutzen und weiter navigieren akzeptieren Sie Cookies, die Datenschutzerklärung und der Haftungsausschluss.
Akzeptieren

Wenn die Dinge auseinanderfallen

Dissoziative Störungen

Der Begriff Dissoziation bezeichnet das (teilweise bis vollständige) Auseinanderfallen von psychischen Funktionen, die normalerweise zusammenhängen. Betroffen von dissoziativer Abspaltung sind meist die Bereiche Wahrnehmung, Bewusstsein, Gedächtnis, Identität und Motorik, aber manchmal auch Körperempfindungen (etwa Schmerz und Hunger).

Beispiele sind etwa dissoziative Bewegungsstörungen, Amnesie, Sensibilitätsstörungen, Krampfanfälle, Persönlichkeitsstörungen und andere mehr.

Es geht um Symptome, Hintergründe und neue Therapieansätze.

Fallgeschichten

Anna

Eine Mitarbeiterin stürzte aufgeregt in mein Arztzimmer. „Kommen Sie schnell, da ist etwas ganz merkwürdig“. Als ich ihr zügig in die Behandlungskabine folgte, schien auf den ersten Blick alles in Ordnung zu sein. Eine etwa 40jährige Frau – wir wollen Sie Anna nennen- saß auf einer Behandlungsliege und hantierte dort mit den Untersuchungsgeräten, die in der Kabine lagen. Sie schien damit zu spielen. Als ich sie ansprach, verstand ich, was meine Mitarbeiterin so irritiert hatte. Die Frau sprach mit der Stimme eines kleinen Mädchens. „Anna will spielen. Habt Ihr noch mehr Spielzeug? Die sind nicht schön.“ Die Patientin sei bis vor wenigen Minuten völlig unauffällig gewesen, habe sich kontrolliert und erwachsen verhalten. Sie hätten über Alltägliches gesprochen. Dann habe sie bei einer der Untersuchungen wohl den Hals der Patientin nur leicht berührt. Diese sei erstarrt, habe schwer geatmet und sei wie ausgewechselt gewesen. Auf einen Schlag habe sie begonnen mit einer piepsigen Stimme zu sprechen und sich wie ein kleines Kind verhalten.

Bettina

Wir führten eine Runde von etwa 10 Patienten in verschiedene Therapieverfahren ein. Die Stunde war fast zu Ende, da sackte Bettina, eine der Patientinnen, auf ihrem Stuhl zusammen. Mir schossen verschiedene Möglichkeiten vom Schlaganfall bis zum Herzinfarkt durch den Kopf. Doch von diesem Zusammensacken hatte mir die Patientin bereits berichtet. Sie saß auf dem Stuhl und schien wie gelähmt zu sein. Doch sie fiel nicht zu Boden. Mit erstaunlich wenig Unterstützung konnte ich sie auf eine Liege transportierten. Dort versuchte ich Kontakt mit ihr aufzunehmen. Doch sie blieb unansprechbar. Lediglich ihre Hand bewegte sich ganz leicht. Ich ergriff diese und bat sie, meine Hand zu drücken, wenn sie mich hören könne. Mit kurzer Verzögerung folgte ein leichter Händedruck. Nachdem wir uns auf einen Code geeinigt hatten (ein Druck = ja, zwei Drücke = nein) konnten wir so ein kurzes „Gespräch“ führen, in der sie mir mitteilte, dass sie hoffe, gleich wieder aus dem Zustand heraus zu kommen. Solche Zustände plagten Bettina bereits seit 8 Jahren; phasenweise war sie über Wochen bettlägerig.

Claudia

Als ich die dreißigjährige Übersetzerin, Claudia, im Wartezimmer aufrief, glaubte ich, sie würde sofort stürzen. Sie hatte ganz offensichtlich ihre Arme und Beine nicht mehr unter Kontrolle. Die Arme zuckten wild hin und her, die Beine schienen zu krampfen und selbst der Oberkörper beugte sich einmal ruckartig nach vorn und dann wieder überstreckt nach hinten. Dazwischen lächelte sie mich an und versuchte, ihre Vorgeschichte zu erzählen. „Eine Chorea Huntington, Veitstanz“, dachte ich sofort. Doch dann teilte sie mir unter stoßweisem Atem mit, dass die Symptomatik erst vor wenigen Wochen begonnen habe.

Anzumerken ist noch, dass Anna, Bettina und Claudia in Wirklichkeit anders heißen.

Was sind dissoziative Störungen?

Weder eingebildet noch hysterisch

Anna, Bettina und Claudia hatten höchst unterschiedliche Symptome, die alle der gleichen Diagnosegruppe angehören: Dissoziative Störungen. Es handelt sich um eine der rätselhaftesten psychischen Beschwerden in der Medizin, die seit alters her Erstaunen, Fragen oder Skepsis aufgeworfen haben. Immer wieder taucht die Vermutung auf, das sei „gespielt“, „unecht“, „eingebildet“ oder „hysterisch“.

Tatsächlich wurden dissoziative Störungen bis ins 20. Jahrhundert zur Hysterie gerechnet. Der Begriff stammt von griechischen Hystera = Gebärmutter. Da vor allem Frauen darunter litten wurde die Symptomatik mit der Gebärmutter und möglicherweise mit unbefriedigter Sexualität in Verbindung gebracht. Das ist natürlich Unsinn und seitdem hat sich die Sichtweise deutlich differenziert

Was sind dissoziative Erkrankungen?

„Dissoziation“ bedeutet erst einmal das Auseinanderfallen von Teilen, die eigentlich zusammen gehören. Wir leben alle in einem Raum-Zeit-Kontinuum und wissen in aller Regel, wann und wo wir heute aufgestanden sind, wie wir heißen, was wir den Tag über getan haben und was dabei um uns herum geschehen ist. Zeit, Raum und persönliche Identität bilden eine Einheit, alles ist verbunden (= assoziiert). Doch manchmal entstehen auch bei Gesunden in diesem Kontinuum kurze Lücken. Wir fahren mit dem Auto zur Arbeit, sind in Gedanken oder unterhalten uns. Plötzlich registrieren wir: „Ach, schon da!“ Teil der Fahrt erscheinen wie ausgeblendet. Oder: Wir treten nach einem bewegenden Kinofilm auf die Straße. Noch sind wir ganz in der Filmwirklichkeit und müssen uns schütteln, um im Alltag anzukommen. Oder: Wir lesen ein spannendes Buch und vergessen komplett die Zeit und die Umgebung um uns herum. Schließlich: Computerspieler versetzen uns gewollt über Stunden in eine Scheinwirklichkeit. Die Wirklichkeit fällt auseinander (= dissoziiert).

Schutz vor Überforderung

Das Abschweifen in eine andere Welt kann auch als Schutz in einer schwer erträglichen oder unerträglichen Situation eingesetzt werden. Das kann sinnvoll, ja notwendig sein. Ein Sportler spürt beim Klettern in einer steilen Wand nicht, dass er sich aufgeschürft hat und blutet. Ein Patient hatte einen Verkehrsunfall, es gab Verletzte. Er verhielt sich mustergültig, half den Unfallopfern, sorgte für den fließenden Verkehr, räumte Glasscherben beiseite. Doch erst eine Stunde später entdeckte er seinen gebrochenen Knöchel.

Formen

Wir unterscheiden heute verschiedene Formen der dissoziativen Störungen.

  • Anna zeigte eine dissoziative Identitätsstörungen, oft auch als multiple Persönlichkeit bekannt
  • Bettina hatte einen dissoziativen Anfall
  • Claudia litt unter einer dissoziativen Bewegungsstörung

Daneben gibt es zahlreiche weitere Formen der Dissoziation:

  • Erinnerungslücken (Amnesie)
  • Fugue (Wanderung, Reisen ohne Erinnerung)
  • Trance
  • Sensibilitätsstörungen und andere.

Hintergründe

Lösung für Extremsituationen

Dissoziative Symptome werden häufig in Extremsituationen ausgelöst. Vermutlich haben sie alte stammesgeschichtliche Wurzeln. Bei einigen Tieren kommt es in ausweglosen Situationen zum Totstellreflex. Diese Schreckstarre kann lebensrettend sein, wenn ein Jäger vor allem auf die Bewegung eines Beutetieres reagiert.

Kommen Kinder in unerträgliche Situationen (Gewalt, Missbrauch), dann kann die Erinnerung an das Erlebnis vollständig abgespalten (= dissoziiert) werden. Wenn es in einer Familie zu schlimmsten Erlebnissen von Gewalt und Erniedrigung gekommen ist, dann wäre ein Weiterleben in diesem Umfeld eigentlich unerträglich. Doch ein Kind hat in der Regel keine andere Wahl als zu bleiben. Durch die Abtrennung der Erinnerung in einen anderen Bereich der Person kann es im Alltag weiter funktionieren.

 

Notfallpläne

Wie erwähnt, gibt es zahlreiche Formen von Dissoziation. Die dissoziative Identitätsstörung mit zwei oder mehr getrennten Persönlichkeitsaspekten oder dissoziatives Vergessen taucht in der Literatur und in Hollywoodfilmen immer wieder auf (Dr. Jakyll und Mr. Hyde, Jason Bourne-Reihe). Sie wirkt unverständlich, ja, es scheint „verrückt“ zu sein. Doch im Kern diente die Spaltung ursprünglich dem Überleben in einer ausweglosen Lebenslage.

 Für Extremsituationen hat offenbar unser Gehirn eine ganze Reihe von „Notfallplänen“ zur Verfügung, wie neuere Forschung mit funktionellem MRT ergeben. Dort zeigen sich dann erhebliche Veränderungen der Durchblutung in einzelnen Hirnabschnitten und zeigen auch, wie Verbindungen zwischen diesen aktiviert oder auch völlig blockiert werden.

Noch gibt es keine übergreifende Theorie der dissoziativen Störungen. Doch scheint es nahe zu liegen, dass die Symptome jeweils auf unterschiedlichen Aspekten von Notfallreaktionen basieren. Je nach Situation war es besser zu erstarren, wegzulaufen oder auch einfach gar nichts mehr wahrzunehmen oder zu fühlen.  Diese Verhaltensmuster werden jeweils in anderen Gehirnteilen aktiviert (limbisches System, motorische oder sensorische Hirnrinde).

Je nach individueller Biographie und nach dem Ausmaß der Stressreaktion werden dann Teile von Verhaltensweisen aktiviert, die möglicherweise im Verlauf der Evolution oder im biographischen Kontext einmal sinnvoll waren. Je stärker die Belastungen sind und je früher sie auf einen Menschen einwirken, desto eher wird dissoziatives Verhalten als „Lösung“ gewählt.

 

Derealisation und Depersonalisation

Derealisation und Depersonalisation

Die Beschwerden lassen sich nur schwer in Worte fassen. Die Welt erscheint irgendwie fremd und  unwirklich zu sein. Es ist ein Gefühl wie Nebel im Gehirn oder wie hinter einer Glasscheibe zu stehen. Alles wirkt unvertraut, nicht real oder wie im Traum.

Und sogar der eigene Körper ist anders als er war. Fremd, wie ein Roboter. Der Blick in den Spiegel hat seine Selbstverständlichkeit verloren.

Das Ganze macht Angst. Ein Tumor oder Nervenkrankheit? Oder gar eine drohende Geisteskrankheit?

Depersonalisation und Derealisation nennen sich das Phänomen. Was ist das? Wie entsteht es? Was hilft dagegen? Dazu haben wir neue Erkenntnisse!

Mehr dazu

Dissoziative Bewegungsstörungen

Dissoziative Anfälle - nicht epileptische Anfälle

Therapie

Psychotherapie

Die Therapie der dissoziativen Identitätsstörung ist in aller Regel langwierig. Psychotherapie steht dabei ganz im Mittelpunkt. Häufig wird einem Phasenmodell gefolgt, das in der ersten Phase vor allem Sicherheit und Stabilität vermittelt. In den Phasen zwei und drei wird nun versucht, das Trauma - soweit erinnerbar - zu bearbeiten und stufenweise die abgetrennten Aspekte  zu integrieren.

Ritt durch die Hölle

Das mag trocken klingen, aber es bedeutet, dass der betreffende Mensch während dieses Prozesses den alten schmerzhaften oder verstörenden Erfahrungen ausgesetzt ist, die ursprünglich die Spaltung verursachten. Es kann zum Ritt durch die Hölle werden! Im therapeutischen Heilungsprozess können auch körperorientierte Verfahren hilfreich sein. Dabei kann vor allem sinnlich erfahren werden, dass Berührung und Körperkontakt nicht bedrohlich sein müssen. Gleichzeitig sollen Zutrauen und Selbstvertrauen in die eigenen Ressourcen und Fähigkeiten gestärkt und gefestigt werden.

 

Medikamente?

Es gibt keine spezifische medikamentöse Therapie gegen das Dissoziieren. Das wäre auch nur schwer vorstellbar. Allerdings können Medikamente, z.B. beruhigende Antidepressiva, unterstützend eingesetzt werden.

Neue Therapieansätze

Angststarre - freezing behaviour

In den letzten Jahren fanden wir noch zwei Aspekte, die möglicherweise für die Therapie bedeutsam sein können: Stress und Atmung.

Bei ausgeprägter Bedrohung reagieren Tiere und auch Menschen erst mit einer Verlangsamung der Atmung (uns stockt der Atem), der Puls wird zunächst langsamer und es zu kann einer Angststarre (freezing behaviour)kommen. Gleichzeitig werden Stresshormone produziert, die jedoch interessanterweise auf Grund der verlangsamten Atmung ihre Wirkung noch nicht entfalten können. Dieses Einfrieren ähnelt einem Schützen, der mit gespanntem Bogen reglos verharrt. Dann plötzlich schlägt das Verhalten um, die Atmung wird stark beschleunigt, der Kohlendioxidgehalt des Blutes fällt schnell ab. Auf einmal reagiert der Körper auf die zuvor produzierten Stresshormone. Der Pfeil schnellt los! Flucht oder Angriff sind die Folge.

Anna, Bettina, Claudia

Zurück zu den drei Frauen. So unterschiedlich die Symptomatik bei allen war, fanden wir ähnliche Atemmuster. Zu Beginn des dissoziativen Zustandes änderte sich die Atmung. Sie atmeten tiefer, schneller und mehr in die Brust. Zuerst dachten wir, das sei ein Zufall. Doch bei Anna konnten wir das mehrfach direkt vor dem Dissoziieren sehen und bei Claudia ließen sich die Bewegungsstörungen völlig regelmäßig bereits nach wenigen tiefen und schnellen Atemzügen beobachten.

Bei allen drei Frauen haben wir daher die Konzentration von CO2 im Blut gemessen und fanden niedrige Werte. Innerhalb der nächsten Wochen bemühten wir uns deshalb, mit verschiedenen Methoden der Atemtherapie eine Veränderung zu erreichen.

 

Bei Anna war der Erfolg am geringsten. Die Therapiemaßnahmen selbst – vor allem die körperliche Berührung – löste immer wieder ein Dissoziieren aus. Doch sie hatte im Verlauf ihrer mehrjährigen früheren Therapien einen „Trick“ gefunden, wie sie das traumatisierte Kind in sich überzeugen konnte, wieder in das Erwachsenen-Ich zurückzukehren. Sie musste nur intensiv ihren Führerschein ansehen. Dort stand klipp und klar, dass sie definitiv erwachsen war. Nach einer halben Stunde beruhigte sie sich in aller Regel und konnte in die erwachsene Identität zurück. Stimme und Verhalten wurden altersentsprechend. Die Erinnerung an die Dissoziation blieb jedoch meist nur schemenhaft. In den folgenden Monaten nahm sie jedoch Gesangsunterricht und lernte dabei, die Atmung zu kontrollieren. Die dissoziativen Anfälle verschwanden davon nicht völlig, aber sie verminderten sich so weit, dass sie einen Teil der zuvor eingenommenen Medikamente absetzen konnte.

Bei Bettina waren die Fortschritte deutlich schneller. Doch auch sie musste mehrere Monate üben, bis sich ihre Atemgewohnheiten veränderten. Doch parallel zum Anstieg des Kohlendioxidgehaltes im Blut ließen die dissoziativen Krampfanfälle nach. Vor kurzem habe ich von ihr gehört. Seit einem Jahr sei sie beschwerdefrei.

Claudias Veränderung war beeindruckend. Bereits nach einer Woche beruhigten sich die Bewegungen von Armen und Beinen. Nach vier Wochen war von der Symptomatik nichts mehr zu erkennen. Den letzten Kontakt hatte ich etwa ein Jahr später. Noch immer war sie beschwerdefrei.

 

Literaturhinweise

Bei der Literaturrecherche fand sich dann ein wichtiger Hinweis: Australische Kinderärzte hatten bei Kindern mit dissoziativen Krampfanfällen deutlich veränderte Atemgewohnheiten gefunden. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen atmeten zu flach und schnell. Vor allem war der Kohlendioxidgehaltes des Blutes bei ihnen erniedrigt. Nun ist bekannt, dass ein hoher CO2-Gehalt des Blutes dämpft, beruhigt und im Extremfall zur Narkose führt, während umgekehrt niedrige Werte erregend wirken und sogar Krämpfe hervorrufen können.

 

Fazit

1-2% der Bevölkerung leidet unter einer dissoziativen Symptomatik, die als Notfallreaktion von Körper, Geist und Seele zu verstehen ist. Dabei werden teils erworbene, teils angeborene alte Verhaltensmuster aktiviert. Neben der Psychotherapie und körperorientieren Verfahren kann möglicherweise auch eine spezifische Atemtherapie einen hilfreichen Beitrag leisten.

Das könnte Sie auch interessieren

Ähnliche Krankheitsbilder

Teaser Hyperventilation

Atemnot, Herzrasen, Schwindel, Panik: Hyperventilation

Während das akute Hyperventilationssyndrom ein hochakutes Beschwerdebild (Luftnot, Angst, Herzrasen, Schwindel, Panik) darstellt, wird das chronische Hyperventilationssyndrom oft übersehen. Es zeigt sich meist nur indirekt und oft erst nach jahrelangen Beschwerden. Doch sind die Konsequenzen für die Lebensqualität manchmal noch deutlich gravierender und führt häufig zu schweren Beeinträchtigungen bis hin zur Berentung.

Mehr erfahren

Teaser Derealisation

Die Welt und eigene Person erscheinen fremd: Derealisation und Depersonalisation

Die Beschwerden lassen sich nur schwer in Worte fassen. Die Welt erscheint irgendwie fremd und  unwirklich zu sein. Es ist ein Gefühl wie Nebel im Gehirn oder wie hinter einer Glasscheibe zu stehen. Alles wirkt unvertraut, nicht real oder wie im Traum. Und sogar der eigene Körper ist anders als er war. Fremd, wie ein Roboter. Der Blick in den Spiegel hat seine Selbstverständlichkeit verloren.

Mehr erfahren

Teaser Erschöpfung

Erschöpft und angespannt 

Nach viel Anstrengung ist jedermann müde. Nach Ruhe wird es besser. Es gibt jedoch ein Gefühl der Erschöpfung, da hilft weder Schlaf noch Urlaub nicht. Es ist ein großes Ruhebedürfnis bei gleichzeitiger Ruhelosigkeit. Bezeichnungen wie CFS, Burnout oder Erschöpfungssyndrome helfen nicht weiter. 

Was steckt dahinter? Was hilft?

Mehr erfahren

Teaser funktionelle Störungen

Leiden ohne Befund: Funktionelle Störungen

Bei rund der Hälfte aller körperlichen Beschwerden, mit denen Menschen ihren Hausarzt aufsuchen, findet sich keine organische Ursache. Es handelt sich um sog. funktionelle Beschwerden. Wenn nichts Körperliches vorhanden ist, wird meist die Psyche als Ursache vermutet. Doch häufig führen weder Psychotherapien noch Psychopharmaka zum erwünschten Erfolg. Was ist dann? Wollen die Betroffenen nicht gesund werden? Bilden Sie sich die Beschwerden ein? 

Mehr erfahren

Teaser Dissoziative Störungen

Kaum verstanden und sehr beunruhigend: Dissoziative Störungen

Krampfanfälle ohne Krampfeiden, Bewegungsstörungen ohne neurologischen Befund, Sensibilitätsstörungen bei intakter Wahrnehmung. Das sind nur Beispiele von Krankheitsbildern, die als "dissoziative Störungen" zusammengefasst werden. 

Mehr erfahren