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Schwanken, Benommenheit, Abgeschlagenheit

Schwindel mit und ohne körperlichen Befund

Schwindel, das bedeutet eine Desorientierung im Raum. Es kaum etwas, das so stark verunsichert und Angst, ja Panik, macht wie diese Empfindung. 

Für manche Schwindelarten gibt es eindeutige Befunde, z.B. eine Beeinträchtigung des Innenohres. Beispiel wäre etwa der gutartige Lagerungsschwindel, der häufigste Schwindel überhaupt. 

Doch manchmal findet sich keinerlei körperlicher Befund. Häufig ist es  dann eher ein Benommenheitsgefühl, ein Gefühl wie betrunken zu sein oder Watte im Kopf zu haben. Meist ist es mit starker Erschöpfung, Schlafstörungen und zahlreichen weiteren Beschwerden gekoppelt ist. Dann ist die Verunsicherung gleich doppelt vorhanden: Einmal durch die Beschwerden und dann noch durch die Unklarheit, was denn diese Beschwerden hervorruft. 

Über den Schwindel mit und ohne körperlichen Befund geht es auf diesen Seiten. Was ist das? Wie entsteht er? Was ist zu tun?

Einführungsvideo

Grundlagen

Orientierung im Raum

Zu wissen, wo oben und unten ist, und wo wir uns im Raum befinden, ist für Gesunde so selbstverständlich wie Fischen das Wasser.  Niemand macht sich Gedanken über das Gleichgewicht, solange alles im Lot ist. 

Doch wer unter Schwindel leidet, für den geht eine Grundorientierung verloren. Plötzlich wird deutlich, dass die Orientierung im Raum eine Voraussetzung für jedes Handeln ist. Der Ausfall des Gleichgewichts schränkt massiv ein und ist oft mit großer Angst verbunden. 

Das Gleichgewichtsorgan ist ein rätselhaftes und häufig missverstandenes Sinnesorgan des Menschen. Entwicklungsgeschichtlich ist es eines der ältesten Sinne und weit vor dem Gehörsinn entstanden. Die Missverständnisse beginnen schon mit der Bezeichnung. Was im Innenohr neben dem Gehörsinn sitzt, ist eigentlich kein Gleichgewichts- sondern ein Beschleunigungsorgan. Es misst verschiedene Arten von Geschwindigkeitsänderungen. 

Komplexe Wahrnehmung - komplexe Berechnung

Der Mensch verfügt nicht über ein einziges Gleichgewichtsorgan, sondern über mehrere Quellen der räumlichen Orientierung. Das Gefühl von unten und oben entsteht dann aus der Integration der verschiedenen Eindrücke im Gehirn. Mehrere Quellen tragen zu diesem Gefühl bei:

  • Das Vestibularorgan im Innenohr
  • Die Augen
  • Die Körperwahrnehmung (med. Propriozeption) d.h. Informationen aus Haut, Muskeln und Gelenken.
  • Das Gehör

Das Gefühl von Gleichgewicht ist also das Ergebnis von komplexen Wahrnehmungen und genauso komplexer Verarbeitung im Gehirn. Es ist ein der schwierigsten Aufgaben, die wir alltäglich zu bewältigen haben. Daher dauert es auch entsprechend lange, bis ein Kind über einen Baumstamm balancieren kann. 

Ist ein Mensch am Ende in der Lage, die Fülle der Daten schlüssig zum einem Gesamteindruck zusammenzufügen, hat er den Eindruck, mit beiden Beinen fest auf dem Boden zu stehen. Gelingt das aber nicht, bestehen Widersprüche zwischen den Informationsquellen, entsteht Unsicherheit, Benommenheit und Schwindel. 

Beispiel Seekrankheit

Sehr eindrucksvoll lassen sich solche Diskrepanzen in einem Schiff bei bewegter See erleben. Wer sich dann in das Innere des Schiffes begibt, um sich den Anblick der Wogen zu ersparen, dem gaukeln die Augen scheinbare Ruhe vor. Gleichzeitig vermitteln Innenohr und Körper erhebliche Bewegung. Desorientierung, Schwindel und Übelkeit ist die Folge, die in diesem Fall Seekrankheit genannt wird. 

Auch beim Verlassen eines Schiffes kann es zur Irritation kommen. Das Gleichgewicht ist aus den Fugen gekommen. Der Boden gaukelt vor, wie ein Schiff zu schwanken. „Mal de Debarquement“, die Krankheit des Aussteigens, wird das Phänomen genannt. Ein Beschwerdebild, das nicht nur alte Seebären trifft, die sich in bekannter Weise nur auf See wirklich sicher auf den Beinen fühlen. 

Die sechs Achsen der Raumorientierung

Zentrale Bedeutung: Der Vesibulo-Okuläre-Reflex

Komplizierter Name: Das Reafferenzprinzip

Gleichgewicht beruht auf der konfliktfreien Verschmelzung von zahlreichen Informationen. Verschiedene Faktoren wie Angst, Meidung und auch die übermäßige Aufmerksamkeit  verschlechtern es. Doch es gibt noch weitere wesentliche Einflussgrößen. 

Bei jeder Bewegung, auch bei minimalen Schwankungen des Körpers, ändert sich das Bild auf der Netzhaut des Auges, nicht anders, als würde sich die Umwelt bewegen. Doch wie können wir wissen, wer sich eigentlich bewegt. 

In der Wissenschaft geht man davon aus, dass bei jeder geplanten Muskelbewegung gleichzeitig eine Kopie dieses Plans an die Zentren geht, die in der Folge die Bewegung registrieren werden. Also etwa so: „Achtung Sehrinde, gleich bewegen sich die Augen 10° nach rechts, nicht überrascht sein, wenn sich die optischen Eindrücke um 10° verändern.“ Oder: „Achtung Gyrus postzentralis (eine Hirnregion), ich gebe jetzt den Befehl, den Arm anzuheben, die Hand und Finger zu bewegen, um die Seite umzublättern! Wenn also aus dieser Region irgendwelche Impulse kommen, ist das kein Grund zur Beunruhigung.“

Haben sich die Augen dann bewegt und sich das übertragene Bild erwartungsgemäß verändert, entsteht der Eindruck, die Umwelt bleibt konstant, während sich die Blickrichtung geändert hat. Wenn die Veränderung also erwartungsgemäß ist, dann wird sie innerlich abgehakt, sie ist uninteressant. Ähnliches gilt für das Umblättern der Buchseite. 

Diese Überlegung wird als „Reafferenzprinzip“ bezeichnet und basiert offenbar auf einem breiten Schatz von Erfahrungen. Jeder Mensch muss im Laufe der Entwicklung in allen nur denkbaren Situationen lernen, wie sich Bewegung auf die Wahrnehmung auswirkt, um Desorientierung und Schwindel zu vermeiden. Letztlich muss die Auswirkung aller Aktionen auf die verschiedenen Sinne vorhergesehen werden, um sinnvoll handeln zu können. 

Vorwärts- und Rückwärtsmodell

Schwindel mit körperlichem Befund

Gutartiger Lagerungsschwindel

Häufigster Schwindel

Der gutartige Lagerungsschwindel ist die häufigste Schwindelart. Angeblich leidet jeder dritte Mensch irgendwann im Leben zumindest einmal darunter. Es ist ein Beschwerdebild vorwiegend des höheren Lebensalters, wobei Frauen etwas häufiger betroffen sind. Neben dem Alter und dem weiblichen Geschlecht begünstigen Verletzungen, Unfälle, Entzündungen, Migräne, Osteoporose und lange Bettruhe das Auftreten dieses Schwindels.

Symptomatik

Der Lagerungsschwindel ist eigentlich nicht schwer zu diagnostizieren. Die Beschwerden sind überaus typisch. Vor allem folgende Merkmale deuten darauf hin:

  • Plötzliches Auftreten nach Lagewechsel oder Kopfbewegung (häufig nach schräg oben)
  • Kurze Dauer (< 1 Minute)
  • Weitgehende Beschwerdefreiheit zwischen Anfällen
  • Provokation der Beschwerden durch entsprechende Lagerung
  • Nachlassen des Schwindels nach wiederholter Provokation, wenn dieOtolithen ihren falschen Platz verlassen haben und nicht länger stören

Tests

Sie können den typischen Schwindel durch eine einfache Lagerungsübung selbst provozieren. Das ist zwar nicht angenehm, liefert aber einen schnellen diagnostischen Hinweis. Wobei es sinnvoll ist, dass Sie diesen Test nicht alleine durchführen und nötigenfalls das Befreiungsmanöver gleich anschließen.

Test horizontaler Bogengang

Test hinterer Bogengang

Therapie: Kurz aber heftig!

Die Therapie des gutartigen Lagerungsschwindels lässt sich mühelos aus seiner Entstehung herleiten: Die Steinchen müssen aus den Bogengängen wieder her- aus! Dazu ist kein operativer Eingriff, sondern nur ein geschickter Bewegungs- ablauf nötig, bei dem die Bogengänge von den unerwünschten „Ansiedlern“ befreit werden. Daher heißt die Übung auch „Befreiungsmanöver“. Obwohl das unkompliziert und ungefährlich ist, braucht es dennoch etwas Überwindung, da während der Übung notgedrungen Schwindel auftritt und auch kurz danach eine gewisse Gangunsicherheit bestehen kann. Sie sollten daher die Übungen nicht alleine durchführen und im Anschluss auch nicht selbst Auto fahren.

Befreiungsmanöver des hinteren Bogenganges nach Semont

Befreiungsmanöver hinterer rechter Bogengangs nach Epley

Befreiungsmanöver hinteren linken Bogen nach Epley

Befreiungsmanöver horizontaler Bogengang (Barbecue-Methode)

Morbus Menière

Morbus Menière zählt – wie der Lagerungsschwindel – zu den häufigen Schwindelerkrankungen. Er tritt meist bei Menschen im mittleren Lebensalter auf. Männer leiden etwas häufiger darunter. Die Ursachen sind trotz umfangreicher Forschungen nur teilweise geklärt. Bekannt ist, dass bei dieser Erkrankung zu viel Flüssigkeit (Endolymphe) im Innenohr vorhanden ist. Wobei diese entweder überreichlich gebildet oder nur unzureichend abtransportiert wird. Vestibularor- gan und Hörschnecke sind miteinander verbunden, durch beide strömt die glei- che Endolymphe. Daher werden bei einem Überdruck sowohl das Gleichgewicht als auch das Hörvermögen beeinträchtigt. Bei zunehmendem Überdruck reißt die feine Haut ein, die das Innenohr umgibt. Dann vermischt sich die Endolym- phe mit der außerhalb befindlichen Gewebsflüssigkeit (Perilymphe).

Die Elektrolyt-Zusammensetzung der Perilymphe unterscheidet sich von jener der Endolymphe und reizt deshalb nun die Nervenfasern des Innenohrs. Das Gehirn interpretiert die Reizung des Vestibularorgans als Bewegung, und die Hörschne- cke deutet sie als Geräusch. Zum Glück verschließt sich der Riss wieder, und nach einiger Zeit normalisieren sich die Verhältnisse. Die Beschwerden lassen nach.

Bleiben solche Anfälle die Ausnahme, hält sich auch der Schaden in Grenzen. Gehör und Gleichgewicht funktionieren nach einer Attacke wieder vollständig normal. Je häufiger es jedoch zu solchen Schüben kommt, desto stärker wird das Organ geschädigt. Daraus können eine bleibende Minderung des Hörvermögens und Tinnitus (auch zwischen den Anfällen) resultieren.

Die Fachärzte stützen sich bei ihrer Diagnostik auf die klassische Trias („Drei- heit“) von Schwindel, Ohrgeräusch und Hörminderung, die manchmal auch von einem Druckgefühl im Ohr und Übelkeit begleitet ist. Zusätzliche klini- sche und technische Untersuchungen bringen dann endgültige Klarheit.

Der Anfall selbst klingt mit und ohne Therapie von alleine ab. Allerdings kann die Übelkeit so stark sein, dass ein Medikament (etwa Dimenhydrinat als Zäpf- chen) dem Patienten Erleichterung verschaffen muss. Auch Beruhigungsmittelkönnen für kurze Zeit Angst oder Panikgefühle lindern (z. B. Diazepam). Durch diese Präparate wird der Schwindel als solcher zwar nicht wirklich besser, lässt sich aber leichter ertragen.

Neuritis vestibularis

Es beginnt mit einem akuten Drehschwindel auf. Alles scheint sich im Kreis zu drehen, Übelkeit oder Erbrechen sind die Folge. Beim Gehen kommt es bei den Betrof- fenen zur einer nicht mehr kontrollierbaren Gangabweichung und Fallneigung in Richtung des betroffenen Ohrs. Die Patienten fühlen sich schwer krank, sind gezwungen zu liegen, vermeiden jede Bewegung und halten die Augen möglichst geschlossen. Schon kleinste Bewegungen verstärken den Schwindel, der selbst bei ruhiger Lagerung weiterbestehen kann. Bei der HNO-ärztlichen Untersuchung ist neben der Bewegungsunsicherheit auch eine Auffälligkeit der Augenbewegung (Nystagmus) bei einer ruckartigen Drehung des Kopfs feststellbar. Weitere technische Untersuchungen sichern dann die Diagnose.

Migräneschwindel

Die Kombination aus migräneartigem Kopfschmerz und Schwindel wird meist als „vestibuläre Migräne“ bezeichnet. Manchmal läuft sie auch unter Namen wie „migränöser Schwindel“, „Migräne-assoziierter Schwindel“, „vertiginöse Migräne“ oder einfach „Migräneschwindel“. Rund 1 Prozent der Bevölkerung ist davon betroffen. Die richtige Diagnose wird nur in 20 Prozent der Fälle gestellt, da es keine typische Schwindelform gibt, sondern letztlich sämtliche Schwindelarten (so etwa Drehschwindel, Schwankschwindel, Liftschwindel) gemeinsam mit der Migräne auftreten können.

Diagnostisch kann es manchmal sogar noch schwieriger werden, dann nämlich, wenn Kopfschmerzen völlig fehlen. Dann führen andere Migränebeschwerden, vor allem die hohe Reizempfindlichkeit, den untersuchenden Arzt auf die richtige Spur.

Vestibulopathie

Ältere Menschen erleben manchmal eine eigentümliche Veränderung ihres Gleichgewichtssinns. Sie fühlen sich im Dunkeln oder in unebenem Gelände unsicher und können, wenn Sie in Bewegung sind, Gesichter, Schilder oder Schriftzüge nicht mehr klar erkennen. Die Umgebung scheint für sie – bei- spielsweise während eines Spaziergangs – merkwürdige Eigenbewegungen zu vollführen. Schwank- oder Drehschwindel und eine Störung der Raumorien- tierung gesellen sich hinzu. Bei einigen Patienten ist auch das Hörvermögen beeinträchtigt.

In Ruhe ist der Spuk vorbei: Gesichter werden erkannt, Schilder können gelesen werden und auch von Scheinbewegungen keine Spur mehr.

Kernsymptome der meist bilateralen Vestibulopathie, der meist beidseitigen Erkrankung des Vestibularorgans:

• Gangunsicherheit, Sehstörungen und Wahrnehmung von „Schein- bewegungen“ beim Gehen• Bewegungsabhängiger Schwindel• Störungen der Raumorientierung• Besserung in Ruhe

Posturale Tachykardie

Vestibularisparoxysmie

Alptraum mit Sekundentakt

Bei der sogenannten Vestibularisparoxysmie (sinngemäß: anfallsartige Störung des Gleichgewichtsnervs) kommt es zu abrupt einsetzendem Schwindel, der meist nur Sekunden und selten länger als eine oder mehrere Minuten anhält. Meist tritt die Störung als Drehschwindel, seltener in Form von Schwankschwindel auf. Danach besteht völlige Beschwerdefreiheit. Manchmal wird der Schwindel auch von einem leichten Ohrgeräusch begleitet. Ebenso können bestimmte Kopfbewegungen – vor allem nach oben – die Symptomatik auslösen. So sind für Betroffene manche Kopfhaltungen selbst im Schlaf nicht mehr zu ertragen.

"Altersschwindel"

Je älter wir werden, desto größer werden unsere Probleme mit dem Gleichge- wicht. Beim Eintritt in ihr wohlverdientes Rentnerdasein klagen 20 Prozent aller Senioren über Schwindel. Zehn Jahre später sind es bereits 30 Prozent, und von den 80-Jährigen ist es jeder Zweite. Damit landet der Schwindel auf Platz eins der häufigsten Symptome, über die hochbetagte Menschen bei ihren Ärzten Klage führen.

Schwindel, Alter und Sturzgefahr

Fatale Schonung

Schwindel führt bei Menschen höheren Alter häufig dazu, dass sie ihr Gleichgewicht verlieren und hinfallen. Das wiederum ruft die Furcht vor einem wei- teren Sturz hervor: Ein Teufelskreis entsteht. 25–50 Prozent aller Senioren sollen unter derartigen Ängsten leiden. Und wie so häufig bewirkt diese Angst ein Meidungsverhalten. Um ja nicht zu stürzen, vermeiden die Betroffenen aktive Bewegung. Das Fahrradfahren wird aufgegeben, sportliche Betätigungen eingeschränkt und beim Gehen lieber ein Stock zu Hilfe genommen. Selbst beim Laufen in den eigenen vier Wänden suchen sie Halt. Am sichersten erscheint der bequeme Sessel.

Ein solches Meidungsverhalten endet fast zwangsweise in einer Abwärtsspirale: Koordination, Gleichgewicht und Kraft lassen nach – und damit nimmt die echte Sturzgefahr zu. In der Wissenschaft wird von einer nachlassenden „sturzassoziierten Selbstwirksamkeitserwartung“ gesprochen. Mit anderen Worten: Die älteren Menschen trauen sich immer weniger zu, schwierige motorische Situationen (steile, unebene Wege und solche oder Treppen ohne Geländer) im Alltag alleine zu meistern.

Schwindel und die Halswirbelsäule

Hoch umstritten

Kaum ein Schwindel ist so umstritten wie der sogenannte zervikogene, also der durch die Halswirbelsäule verursachte Schwindel. Im Allgemeinen halten Orthopäden dies für eine bedeutsame Schwindelursache, während Neurologen oder HNO-Ärzte in diesem Zusammenhang nicht selten von einem „Mythos“ sprechen.

Schwindel durch Medikamente

Falls Sie unter Schwindel leiden und gleichzeitig regelmäßig Medikamente einnehmen, empfehle ich Ihnen, als Erstes einen Blick auf den Beipackzettel zu werfen. Findet sich „Schwindel“ in der Liste der dort aufgeführten Nebenwirkungen? Das ist ganz besonders wichtig, wenn Sie bereits älter sind oder Ihnen – vielleicht auch von verschiedenen Ärzten – mehrere Präparate gleichzeitig verordnet wurden.

Schwindel ohne Befund: phobische Schwankschwindel

Einführung & Video

Überdiagnostiziert, unverstanden und allein gelassen

Diese Form des Schwindels behandeln wir am häufigsten. Es ist in der Regel kein Drehschwindel sondern ein Gefühl der Benommenheit, eine Empfindung wie betrunken zu sein, Watte im Kopf zu haben oder neben sich zu stehen.

Gleichzeit leiden die Betroffenen meist unter Kopfdruck, Kurzatmigkeit, Herzklopfen und ausgeprägter Erschöpfung. In Räumen mit vielen Menschen (Kaufhäusern, Bus, Bahn, Flugzeug) und bei Stress wird alles schlechter. Angst, Panikgefühle oder gar Panikattacken können vorkommen. Für die Betroffenen ist es oft am schlimmsten, dass sich für all diese Symptome keine Ursache findet. 

Meist wird dann eine psychische Ursache vermutet, doch Psychotherapie und Psychopharmaka zeigen in aller Regel keinen durchschlagenden Erfolg.

Was ist das für eine Erkrankung?

Wie haben dieses Krankheitsbild umfangreich erforscht und können heute fundiertes Wissen und ein klares Therapiekonzept vorstellen. 

Symptomatik

Beginn der Symptomatik

Der Schwankschwindel tritt meist in belastenden Situationen auf. Am häufigsten: 

  • Stress/Überforderung
  • Organische Schwindelerkrankungen
  • Panikgefühle/Panikattacken

Die Betroffenen fühlten sich nach eigener Aussage „wie betrunken“ oder hatten die Empfindung von „Watte im Kopf“. Einige Patienten berichten auch, das Ge- fühl ähnele einem leichten Schwanken, etwa wie auf einem Boot. Seltener sind andere Schwindelempfindungen, beispielsweise das Gefühl, nach einer Seite oder nach vorn/hinten gezogen zu werden, Drehschwindel wie im Karussell oder auch ein Liftschwindel. Wie immer, wenn sie keine sichere Orientierung im Raum haben, ergreift die Betroffenen Angst bis hin zur Panik.

Damit gehen fast immer körperliche Symptome einher. Meist sind das Herzklopfen, unregelmäßiger Herzschlag, Herzrasen, Blutdruckanstieg oder sogar eine Blutdruckkrise. Schwitzen, innere Unruhe und Zittern zeugen gleichfalls von dem enormen Stress, der mit den Beschwerden verbunden ist.

Die Betroffenen begeben sich in aller Regel umgehend zu einem Arzt beziehungsweise in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Die häufigsten Verdachtsdiagnosen sind Herzinfarkt und Schlaganfall. Viele Patienten werden gleich auf einer Intensivstation aufgenommen und dort erst einmal gründlich körperlich durchgecheckt. Blutanalysen, EKG, Ultraschalluntersuchungen, CT und/oder MRT sind meist Teil dieser Routine. Doch das Ergebnis lautet nach kurzer Zeit: Es ist alles in Ordnung, kein krankhafter Befund feststellbar!

Wer eben noch dachte, er leide an einer schweren, lebensbedrohlichen Erkrankung, den wird die gute Nachricht natürlich erst einmal sehr erleichtern. Doch die Erleichterung hält nicht lange an. Denn jetzt stellt sich dem an Schwankschwindel Erkrankten die drängende Frage: Wenn mit mir alles in Ordnung ist, woher kamen dann meine Beschwerden?

Die Antworten darauf sind meist weniger erhellend. Den Patienten wird meist gesagt, ihre Symptomatik hänge irgendwie mit Aufregung oder Stress zusam- men, es wäre gut, wenn sie ihren Hausarzt, oder noch besser, einen Psycho- therapeuten aufsuchten. Für die Betroffenen kommen solche Sätze oft überraschend. Ja, Stress hatten sie schon in letzter Zeit. Aber woher dann dieser grässliche Schwindel? Warum fühle ich mich so benommen? Wieso fällt es mir so schwer, mich zu konzentrieren? Was ist nur mit meinem Kopf los?

Abgeschlagenheit und Erschöpfung

Abgeschlagen und angespannt

Wenn die Symptomatik der Patienten nicht nur wenige Wochen, sondern Monate oder gar Jahre andauert, kommen fast immer noch weitere Beeinträchtigungen hinzu: vor allem ein quälendes Erschöpfungsgefühl, eine schwer zu be- schreibende geistige Lähmung, als hätten sie das sprichwörtliche „Brett vorm Kopf“. Die Konzentrationsfähigkeit nimmt ab, bei der Lektüre von Artikeln und Büchern fällt es den Betroffenen schwer, sich das Gelesene zu merken, und in vielen Fällen wird ihnen ihre Berufstätigkeit erschwert oder gar unmöglich.

Für die Erschöpfung lassen sich ebenso wenig körperliche Ursachen finden. Und die Besuche bei Naturheilärzten oder Heilpraktikern führen auch nur selten zum Erfolg. Ihre Diagnosen lauten beispielsweise: „Belastung mit Schwermetallen oder Umweltgiften“, „chronische Borreliose“, „Mangel an Spurenelementen“, „Nahrungsmittelunverträglichkeit“, „Übersäuerung des Organismus“ oder „Probleme mit dem ersten Halswirbel“. Die oft gleich dutzendweise ver- ordneten Mittel oder auch das Einrenken bewirken jedoch – wenn überhaupt etwas – nur eine sehr kurzfristige Verminderung der Beschwerden.

Die Erschöpfungsbeschwerden können dann so ausgeprägt werden, dass es Übergänge zu "Burnout", Erschöpfungssyndromen oder CFS (Chronic fatigue" gibt. Typisch: ein unglaubliches Ruhebedürfnis und beständige innere Unruhe. 

Beklemmung und Panikgefühle

Praktisch alle Schwindelpatienten erfahren eine akute Verschlechterung ihrer Symptomatik, wenn sie sich in engen Räumen mit vielen Menschen aufhalten. Besonders unangenehm wird es, wenn sie in einem vollen Supermarkt in einer Schlange an der Kasse stehen oder sich in einem stark frequentierten Kaufhaus durch die Massen wühlen müssen. Dann überfällt sie eine regelrechte Platz- angst. „Raus hier, ich ersticke!“, will ihr Körper wohl schreien.

Auch im Auto nimmt die Benommenheit oft zu. Geradezu unerträglich wird es, wenn sich mehrere Menschen gleichzeitig bei abgestellter Lüftung in ein enges Fahrzeug gequetscht haben. Dann meldet sich bei den Betroffenen das Erstickungsgefühl innerhalb weniger Minuten, während ihre Mitfahrer von der bedrängenden Situation kaum etwas zu bemerken scheinen. Lange Tunnel- fahrten werden so zur Qual!

Wenn sie in einem voll besetzten Urlaubsflieger eingepfercht wurden, erleiden Schwindelpatienten oft dasselbe Gefühl der Panik, nachdem sich die Flugzeug- türen geschlossen haben. Vorfreude auf die schönsten Wochen des Jahres wird dann zum Ding der Unmöglichkeit. Zu stark ist das Gefühl der Enge, Beklemmung und Luftnot. Für die nächsten Ferien kommt dann eine Flugreise oft- mals schon nicht mehr infrage.

Die Betroffenen waren früher auch nicht unbedingt echte Draufgänger. Aber derart viele Bedenken und Einschränkungen wie Flugangst, Tunnelangst oder Sozialängste waren ihnen doch fremd. Das Ende vom Lied: Einige trauen sich schließlich kaum noch aus dem Haus. Alleine einkaufen zu gehen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren oder eine Veranstaltung zu besuchen, das alles ist für sie mit (zu) großer Angst verbunden. An ein regelmäßiges Erscheinen an ihrem Arbeitsplatz ist so natürlich überhaupt nicht mehr zu denken.

Beachten Sie auch die allgemeinen Hinweise zu den Videos mit Betroffenen

Derealisation und Depersonalisation

Unter „Derealisation“ versteht man ein Gefühl, bei dem einem die Außenwelt fremd und unwirklich erscheint. Die Selbstverständlichkeit von Innen und Außen geht verloren, die Betroffenen fühlen sich wie „entrückt“.

„Depersonalisation“ ist die damit verwandte Empfindung, sich selbst fremd ge- worden zu sein, etwa das Gefühl, wie ein Roboter durchs Leben zu gehen. Der eigene Körper, die eigenen Gefühle und Gedanken scheinen nicht (mehr) zur eigenen Person zu gehören.

Betroffene beschreiben ihren Zustand häufig so: „Ich fühle mich wie abgetrennt von meiner Umgebung, als hinge ein Schleier zwischen mir und der äußeren Welt. Aus heiterem Himmel fühle ich mich fremd, so als wäre ich nicht wirklich.“

Oft werden die Beschweren beschrieben, als ob der Klopf in Wolken sei, benebelt und unklar. 

Beachten Sie auch die allgemeinen Hinweise zu den Videos mit Betroffenen

Schwindel und Atem

Kann das Folge von falscher Atmung sein?

Bei der Suche nach den Ursachen konnten wir ein regelmäßiges Muster erkennen: 

Ausgehend von einer bestimmten Persönlichkeitsstruktur mit hoher Sensibilität und hoher Leistungsbereitschaft lösen Überforderungen im Leben - Stress - körperliche Reaktionen aus. Eine davon ist die unbewusste Beschleunigung der Atmung also ein leichte oder chronische Hyperventilation. 

Die Folge: Schwindel, Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Engegefühle. Den Betroffenen ist diese Atmung in aller Regel nicht bewußt, da das Atmen normalerweise ausgeblendet wird. 

Bitte beachten Sie auch die Hinweise zu allen Videos

Kombinationen aus Schwindel mit und ohne Befund

Gleichzeitig Läuse und Flöhe...

Beim größeren Teil aller Patienten mit einer organischen Schwindelerkrankung entwickelt sich infolge ihrer starken Verunsicherung im weiteren Verlauf ein zusätzlicher psychosomatischer Schwindel („sekundärer somatoformer Schwindel“). Am häufigsten geschieht dies nach vestibulärer Migräne, Morbus Menière, Neuritis vestibularis oder gutartigem Lagerungsschwindel.

In Verbindung mit der jeweiligen Ausgangsproblematik führt dies zu verwirrend komplexen Erscheinungsbildern bei der Symptomatik. Dann ist neben den eventuell spezifischen Behandlungsmaßnahmen auch das allgemeine Training für Gleichgewicht und Atemregulation therapeutisch notwendig.

Beachten Sie auch die allgemeinen Hinweise zu den Videos mit Betroffenen

Weitere Schwindelarten ohne Befund

Schwanken wir auf einem Schiff

Mal de Débarquement 

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Schwindel im Supermarkt

Visueller Schwindel 

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Gruseln vor dem Abgrund

Höhenangst

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Herzrasen und Schwindel beim Stehen

Posturale Tachykardie

 

 

Medikamentöse Therapie

Antihistaminika

Im Vordergrund steht eine Wirksubstanz: Diphenhydramin (Handelsnamen: Emesan®, Betadorm®, Dolestan® u. a.).

  • Es wirkt vor allem als Antihistaminikum an den sog. H1-Rezeptoren. Daher wird es gegen vielfältige Allergien eingesetzt.
  • Ausserdem macht es müde und wird daher als Schlafmittel verkauft.  
  • Auch als Beruhigungsmittel kommt es zum Einsatz. 
  • Schließlich wirkt es gegen Übelkeit und Seekrankheit (z.B. Reisetabletten).

Es ist kein Mittel, um das Gleichgewicht zu verbessern!

Bei akuten Schwindelbeschwerden (z.B. bei Neuritis vestibularis) ist der Einsatz für einige Tage durchaus hilfreich. Längere Gabe sind aber nicht sinnvoll. Vor allem sollte die Dauereinnahme bei Beschwerden wie "Altersschwindel" vermieden werden. Die dämpfende Wirkung Wirkung (Schlafmittel!) steht dann in massivem Gegensatz zum eigentlichen Therapieziel: Gleichgewicht neu lernen. 

Fraglich sinnvoll

Um die Müdigkeit infolge der Diphenhydramin-Einnahme zu reduzieren, wird es auch in Kombination mit Stoffen angeboten, die eher aufputschen. Etwa mit Theophyllin einem Asthmamittel (Handelsname Vomex®, Vertigo-Vomex®, Reisegold®, Emedyl® u. a). Theophyllin ist mit dem Koffein verwandt. 

Ob diese Kombination sinnvoll ist, wird sehr kontrovers diskutiert. Nicht zuletzt weil die aufputschenden Substanzen abhängig machen können. Das ist so ähnlich, wie wenn Sie Schlaftabletten in Espresso auflösen. Ausserdem können die aufputschenden Anteile abhängig machen. 

Betahistin (Handelsnamen: Aequamen®, Vasomotal® u. a.), ist in Deutschland zur Therapie des Schwindels bei Morbus Menière zugelassen. In einer Aufsehen erregenden Studie konnte jedoch gezeigt werden, dass sich die Wirkung des Präparats bei Morbus Menière nicht von der eines Placebos unterschied.

Gegen Reisekrankheit wird auch Scopolamin als Pflaster angeboten. Zu dessen Wirksamkeit gibt es nur kleine Studien mit einer geringen Teilnehmerzahl. Auch Sulpirid, ein Mittel gegen Psychosen und Depressionen, ist bei Schwindel nicht empfehlenswert.

Eine Reihe weiterer Präparate (z. B. Ginkgo biloba, Pentoxifyllin, Dextrane) wurde früher häufig und wird heute noch gelegentlich eingesetzt. Sie sollen angeblich die Durchblutung des Gehirns fördern. Diese Wirkung wird heute bezweifelt. Genauso wenig sinnvoll sind Nervenblockaden mithilfe lokaler Betäubungsmittel.

Homöopathie

Vielleicht kommen Ihnen nach dem Gelesenen auch Zweifel, ob ein Präparat, das vor allem aus Wasser besteht, erreichen kann, was mit keinem anderen chemischen Mittel möglich ist. Homöopathie ist leider bei Schwindel alles andere als gesichert!

Wenn Sie allerdings gut auf Placebos reagieren, dann ist die Einnahme zumindest nicht gefährlich!

Ingwer

Ingwer hat tatsächlich überprüfbare Wirkung gegen Übelkeit. Die Wirksamkeit ist allerdings geringer als die der Antihistaminika. Dafür sind jedoch die Nebenwirkungen (in vernünftigen Dosen) zu vernachlässigen, außerdem schmeckt die leicht scharfe Knolle einfach hervorragend. Ingwer ist also immer einen Versuch wert. Dazu können Sie ein 2–3 Zentimeter großes Stück Ingwer schälen, klein schneiden (oder reiben) und einige Minuten lang mit etwas Wasser aufkochen. Es gibt auch fertig zubereitete Ingwertrop- fen in Fläschchen zum Mitnehmen.

Nicht medikamentöse Therapie

Schwindelübungen

Wir haben 53 Übungen für das Training zuhause in einem Buch zusammengestellt. Sie finden dort auch die Anleitung, wie Sie die Übungen jeweils Schritt für Schritt durchführen können und was Sie dabei beachten sollten. 

Atemübungen

Vor allem wenn Benommenheit, Abgeschlagenheit, Erschöpfung, Angst oder Panik beim Schwindel eine Rolle spielen, sind auch Atemübungen angezeigt. 

Auch diese finden Sie in dem Buch "Schwindel ohne Befund". 

Das Online-Schwindel-Programm

Auch wenn wir uns bemüht haben, mit vielen Fotos die Übungen zu illustrieren, geht es leichter mit Filmen, bei denen Sie direkt mitmachen können. Es gibt daher auch ein Online-Programm, das Sie einfach mitmachen können und auf Ihre Schwindelbeschwerden spezifisch eingeht. 

Intensivtherapie

Am wirkungsvollsten ist eine Intensivtherapie, die wir in unserer Praxisklinik durchführen. Sie dauert zwischen 1-4 Wochen (am häufigsten 2 Wochen).

Je nach Symptomatik kommen folgende Elemente zum Einsatz: 

  • Verschiedene Schwindelübungen
  • Atemtherapie
  • Physiotherapie
  • Massagen
  • Wärme/Kältekammer
  • Bewegungstherapie
  • Ernährungsberatung und -umstellung
  • Entspannungsverfahren
  • Gezielte Psychotherapie oder Coaching

Ganz zentral ist die Hinführung zur Selbsthilfe. Unsere Patienten sollen am Ende wissen, was Sie ganz ohne uns Zuhause weiterführen können. Dazu statten wir sie auch mit den entsprechenden Hilfsmitteln aus. 

Video und Fallbeispiele

Beachten Sie auch die allgemeinen Hinweise zu den Videos mit Betroffenen.

Mehr Video finden auch in unserem Youtube-Kanal zum Schwindel. 

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