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Anna

Die 52jährige Anna ist verzweifelt. Sie hat schon so viele Ärzte gesehen und niemand konnte etwas finden. Dabei sind die Beschwerden kaum auszuhalten: Ein anhaltendes Brennen auf der Zunge und im Mund. Einmal mehr stechend, dann mehr brennend, der Mund oft trocken und das Essen schmeckt unangenehm sauer.

Begonnen hatte es nach einer Antibiotika-Therapie wegen einer Blasenentzündung. Im Anschluss kam da noch ein unangenehmer Pilz – auch im Mund. Damals hatte sie die ersten Beschwerden. Doch das war alles längst behandelt und dennoch hatten die Beschwerden weiter zugenommen.

Sie war bei HNO-Ärzten,  Zahnärzten, Hautärzten, Neurologen und Naturheilärzten gewesen. Das Ergebnis: Viele Meinungen – keine Hilfe! Besser wurden die Beschwerden eigentlich nur im Schlaf und manchmal beim Essen.

Gut schlafen konnte sie aber schon eine ganze Weile nicht mehr. Sie wachte nachts dauernd auf und fühlte sich morgens zerschlagen. Auch sonst ging es ihr nicht gut. Sie hatte Magen-Darm-Problem, Kopfschmerzen, war insgesamt dünnhäutig und nervös geworden. Aber das Schlimmste war dieses Dauer-Brennen, dem sie einfach nicht entrinnen konnte. Sie konnte kaum mehr an etwas anderes denken. 


Symptome

Zungen- oder Mundbrennen, Glossodynie oder burning mouth Syndrome ist ein Beschwerdebild das durch folgende Symptome gekennzeichnet ist:

 

  • Ein- oder beidseitiges Brennen von Zunge, Lippen oder Gaumen
  • Beschwerdezunahme im Verlaufe des Tages
  • Besserung in der Nacht oder beim Essen
  • Kein körperlicher Befund
  • Missempfindungen beim Geschmack (metallisch, sauer, bitter)
  • Missempfindungen im Gefühl (rau, wund)
  • Mundtrockenheit

Die Beschwerden sind nicht immer in der vollen Ausprägung vorhanden. Rund zwei Drittel der Patienten klagen über Mundtrockenheit oder Geschmacksmissempfindungen (bitter/sauer). Etwa ein Drittel auch über eine Mißempfindung des Mundgefühls (rau, wund, fremd).

Im Gegensatz zu den zahlreichen Beschwerden liegt jedoch keinerlei fassbarer organischer Befund vor. Sogar für die Mundtrockenheit findet sich kein nachprüfbarer Hintergrund, die Speichelmenge ist bei der Messung normal.