Header


Suche

 

Überwindung der Hilflosigkeit

Ein Vulvodyniesyndrom belastet nicht nur wegen der Schmerzen sondern auch durch die Hilflosigkeit, die damit verbunden ist. Wenn weder Schmerzmittel noch Therapieverfahren durch Spezialisten eine Erleichterung der Symptomatik bewirkt, dann empfinden viele Betroffene vor allem das Ausgeliefertsein als besonders quälend.

 

Daher ist uns die Vermittlung von Selbsthilfeverfahren wichtig, mit denen eine fühlbare Erleichterung erzielt werden kann. Sobald betroffene Frauen den Eindruck haben, sie können wirklich selbst etwas erreichen, lässt die Angst und Anspannung nach und damit ist in der Regel auch ein Nachlassen von Schmerz/Brennen verbunden.


Welche Verfahren?

Wir haben in den letzten Jahren eine Reihe von Verfahren erprobt. Eine Zeitlang haben wir Biofeedback mit lokaler elektrischer Stimulation eingesetzt. Allerdings sind wir davon eher wieder abgekommen, da der Elektroreiz für viele Frauen als unangenehm und bedrohlich wirkte und damit die Sensibilisierung verstärkte.

Wirksam fanden wir dagegen die gezielte Anleitung zu einem Beckenbodentraining, das zuhause geübt werden kann. Unsere Physiotherapeutinnen erklären dabei die einzelnen Übungen ausführlich.

Sehr hilfreich ist der Einsatz von Vaginaldilatatoren, die wir unseren Patientinnen zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnen (wir haben solche Sets vorrätig). Dieses Training kann dann (ausschließlich zuhause) täglich durchgeführt werden. Viele Frauen sind überrascht wie unproblematisch dieses Training abläuft. 

Ein weiteres Selbsthilfeverfahren ist die Atemtherapie. Hier leiten wir mit Übungen und mit einem Kohlendioxid-gesteuerten Biofeedback an. Diese Übungen werden von vielen Patientinnen als zentral für den Therapiefortschritt bezeichnet und können zuhause weiter durchgeführt werden.

Weitere Elemente können Bewegungsübungen, z.B. Trampolin, sein, um den Beckenboden wieder schrittweise zu belasten.