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Vorsicht schwereres Abendessen

Schweres Essen vor dem Zubettgehen ist natürlich keine Grundlage für einen erholsamen Schlaf. Das ist selbstverständlich. Besonders gilt dies für ein Abendessen mit reichlich Fett oder Fleisch. Kohlenhydrate fördern dagegen den Schlummer. Mit Brot, Kartoffeln oder Spaghetti am Abend schläft es sich also besser als mit Fleisch und Wurst. Diese Tatsache macht sich übrigens auch das „Betthupferl“ zunutze, das Zahnärzte weniger gern sehen.

 

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, einen mehrstündigen Abstand zwischen der letzten Mahlzeit (z.B. 18 bis 19 Uhr) und dem Moment einzulegen, in dem man das Licht ausknipst. Für Menschen mit empfindlichen Verdauungsorganen ist Salat am Abend oft schlecht verträglich.


Glücksgefühle dank Tryptophan

Kohlenhydrate (Brot, Kartoffeln, Spaghetti) werden nach kurzer Zeit zu Zucker umgewandelt. Ein Stück Brot schmeckt nach längerem Kauen süß. Der so entstandene Zucker wird mit Hilfe von Insulin in die Zellen eingeschleust. Doch Insulin sorgt nicht nur für eine Entfernung des Zuckers, mit ihm verlassen auch die meisten Aminosäuren die Blutbahn. Mit Hilfe dieser Eiweißbausteine und dem Zucker können die Zellen ihren vielfältigen Aufgaben nachgehen.

 

Allerdings gibt es Ausnahmen. Eine heißt Tryptophan. Diese Aminosäure ist so fest an ein Trägermolekül gebunden, dass sie trotz der Insulinwirkung im Blut verbleibt. Im Verhältnis zu den anderen Eiweißbausteinen steigt jetzt also ihre Konzentration. Diese Tatsache wirkt sich im Gehirn aus, in der Tryptophan jetzt ohne seine lästigen Konkurrenten in höherem Umfang weiterverarbeitet werden kann. Das Endprodukt heißt Serotonin, also jenes Glückshormon, das uns satt, zufrieden und bettschwer macht.