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Kaffee zur richtigen Zeit

Wer schlecht geschlafen hat, trinkt gerne Kaffee oder Tee. Das darin enthaltene Koffein wirkt schnell. Es entfaltet nach 20 Minuten seine volle Wirkung. Der Abbau dauert sehr viel länger. Erst nach durchschnittlich 5 Stunden ist der Koffeinspiegel auf die Hälfte abgesunken (Halbwertszeit). So kommt es, dass sich die Wirkung des Kaffees summiert, wenn man im Laufe des Tages mehrere Tassen trinkt. Auch wenn man wieder eine Tasse vertragen könnte, zirkuliert noch das meiste der anregenden Droge im Blut.

 

Die Halbwertszeit des Koffeins ist von Mensch zu Mensch überaus unterschiedlich. Am schnellsten scheiden Raucher den Türkentrunk aus. Bei ihnen geht das doppelt so schnell wie bei Nichtrauchern. Auf der anderen Seite stehen Kaffeetrinker, die bis zu 7 Stunden benötigen, um die anregende Substanz zur Hälfte wieder loszuwerden.

 

Diese Stoffwechselvarianten haben große Bedeutung für den Schlaf. Wer nicht von Natur aus über einen Bärenschlaf verfügt, der sollte seine „Deadline“ für die letzte Tasse Kaffee kennen. Für viele Menschen liegt sie gegen 15 Uhr. Es gibt jedoch sensible Zeitgenossen, bei denen die Zeitgrenze noch früher liegt.

 

Da sich die Kaffeewirkung summiert, spielen die Mengen eine nicht unwesentliche Rolle. Wer nach dem Mittagessen noch mehrere Tassen zu sich nimmt, um die Lebensgeister zu wecken, kann mit Schlaflosigkeit bestraft werden.