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Lichttherapie

Licht hat vielfältige Wirkung auf den Gehirnstoffwechsel

Wir haben eine ziemlich exakte innere Uhr, die leider bei den meisten Menschen im 25-Stunden-Takt tickt. Um nicht mit dem Tagesrhythmus völlig durcheinander zu geraten, muss sie ständig wieder gestellt werden.

 

Per Willensanstrengung ist das nicht möglich. Die Uhr wird durch Tageslicht, körperliche Aktivität, die Nahrungsaufnahme und soziale Kontakte immer wieder mit dem 24-Stunden-Tag in Einklang gebracht.

 

Helles Licht wird daher auch therapeutisch bei Schlafstörungen eingesetzt, vor allem, wenn der Schlafrhythmus gestört ist. Eine ideale Anwendung ist der Jet Lag. Hier kann Licht am Morgen helfen, die innere Uhr schneller zu verstellen.


Nicht nur bei Schlafstörungen

In unserer <link 4>Praxisklinik</link> leihen wir unseren Patienten solche Lichttherapiegeräte aus.

Doch hat es sich gezeigt, dass noch mehr Formen der Schlafstörung auf diese Art der Therapie reagieren. Offenbar funktioniert unser gesamter Tag/Nachtrhythmus stabiler, wenn die Tage nicht schummrig-trübe, sondern strahlend hell sind. Dann wird tagsüber die Melatonin-Freisetzung im Gehirn völlig unterdrückt, um dann nachts umso heftiger einzusetzen. Melatonin, das ist bekannt, wirkt schlafanstoßend.

 

Leider sind sonnendurchflutete Morgen nicht allzu häufig. Als Ersatz für ein Frühstück auf der Terrasse gibt es spezielle Lampen, die das Sonnenlicht imitieren. 30 bis 45 Minuten vor einem mit 10.000 Lux leuchtenden Gerät haben einen mit einem morgendlichen Sonnenbad vergleichbaren Effekt. Zwei bis vier Wochen sollte die Therapie mindestens dauern.

 

Eine Nebenwirkung: Die Stimmung verbessert sich. Daher kommt diese Form der nebenwirkungsfreien Behandlung auch bei Winter-Depressionen (Saisonal abhängigen Depressionen – SAD) zum Einsatz.