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Schlafhygiene

Schlaf ist ein Kind der Freiheit, so wie beispielsweise die Liebe. Beides kann man nicht erzwingen. Es ist eine der Paradoxien, dass der Schlaf umso schwerer kommt, je mehr man ihn herbeiwünscht.

 

Diese Erkenntnis fällt besonders den Menschen schwer, die gewohnt sind, ihre Lebensaufgaben durch Willen, Disziplin und Beherrschung zu lösen. Für viele Probleme sind diese Eigenschaften nicht zu unterschätzen. Für andere jedoch nicht. Dazu gehört der Schlaf.


Keep cool

Schlaf - ein Kind der Freiheit!

Merkwürdigerweise besteht also die erste und wichtigste Übung für einen gesunden Schlaf, ihn nicht unbedingt zu wollen, schon gar nicht, ihn erzwingen zu wollen!

Dabei hilft das Wissen über wissenschaftlich gut untermauerte Tatsachen. Eine Nacht ohne Schlaf ist nämlich keineswegs eine Katastrophe. Sogar mehrere oder gar viele Nächte ohne Schlaf führen nicht zu gesundheitlichen Schäden.

 

Auch nimmt die Leistungsfähigkeit nach einer einzigen schlaflosen Nacht nicht wesentlich ab, da die innere Uhr auch ohne Nachtruhe am Morgen auf „wach“ schaltet. Es gibt im Gegenteil sogar positive Wirkungen, die bei der Behandlung von Depressionen therapeutisch genutzt werden. Die fehlende Nachtruhe hat nämliche eine „aufkratzende“, aktivierende Wirkung. Daher werden manche Formen von Depressionen mit einem völligen Schlafentzug ein bis zweimal pro Woche (!) erfolgreich behandelt.


Kurz und gut!

Der nächste Schritt besteht darin, den Glauben an Ammenmärchen über Bord zu werfen. Vor allem den Glauben, dass nur langer Schlaf Erholung bedeutet. Es ist viel besser, kurz und gut zu schlafen, als sich endlos im Bett zu wälzen! Genauso wenig heißt, früh zu Bett gehen auch früh einschlafen. Wer also wegen Einschlafstörungen immer früher zu Bett geht, um dann wenigsten nach Stunden Schlaf zu finden, tut sich keinen Gefallen. Das Gegenteil wäre richtiger.

 

Auch in den Bereich der Mythen gehört die Überzeugung, jede Nacht gleichermaßen wie ein Murmeltier schlafen zu müssen. Es ist völlig normal, vor oder nach aufregenden Ereignissen weniger gut zu schlummern.

Kurz, es gibt gute Gründe gelassen zu bleiben, auch wenn der Schlummer nicht gleich kommen mag.