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Weitere Psychopharmaka

Auch einige Medikamente gegen Schizophrenie haben eine schlafvertiefende Wirkung. Sie machen gleichfalls nicht abhängig und können relativ leicht abgesetzt werden. Die Nebenwirkungspalette ist umfangreich. Bei längerem Gebrauch kann es zu Bewegungsstörungen (Spätdyskinesien) kommen, die teilweise nicht wieder zurückgehen. Daher sind auch diese Präparate nur bei ärztlicher Verschreibung und Kontrolle zu nehmen.

 

Beispiele: Promethazin (Atosil®), Levomepromazin (Neurocil®), Melperol (Eunerpan®) und andere.

 

Gelegentlich wird auch Clomethiazol (Distraneurin®) gegeben. Bei älteren Menschen wirkt es sehr gut gegen Schlafstörungen. Allerdings besteht bei diesem Medikament erhebliche Suchtgefahr. Vor allem gilt dies, wenn es zur Behandlung von Entzugssymptomen bei Alkoholabhängigkeit eingesetzt wird – keine Selbsttherapie!

 


Überholte Präparate

Überholt sind Medikament, die Brom enthalten (z.B. Vernelan®) und die früher eingesetzte Barbitursäure. Auch Chloralhydrat (z.B. Chorladurat®) sollte nur noch in eingeschränkten Sonderfällen gegeben werden.