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Therapie

Schlaflosigkeit und Schlaftabletten, diese beiden Dinge gehörten jahrzehntelang völlig selbstverständlich zusammen. Wer über Schlaflosigkeit litt, der bekam Medikamente verschrieben, vielleicht mit dem Hinweis gepaart, diese nicht allzu oft einzunehmen.

 

Die einseitige Therapie beruhte vor allem auf einem Mangel an Wissen. Man wusste wenig über das, was sich zwischen Abend und Morgen im Menschen vollzieht.

Erst die moderne Schlafforschung machte deutlich, welche Fülle von Prozessen im Schlaf ablaufen, und welche höchst unterschiedlichen Störungen hinter der Aussage „schlecht geschlafen“ stehen können.


Schlaflosigkeit ist nur ein Symptom!

Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist, dass Schlaflosigkeit nur ein Symptom ist. Bevor man also behandelt, sollte man sich bemühen, die Ursachen der Beschwerden zu ergründen und damit diagnostisch zuzuordnen.

 

Mittlerweile stehen hierzu vielfältige Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Bei aller Begeisterung für die neuen Techniken sei nicht verschwiegen, dass eines der besten diagnostischen Verfahren das ausführliche Gespräch mit einem erfahrenen Arzt ist. Durch gezielte Fragen können viele Krankheitsbilder zügig ausgeschlossen und andere auf Anhieb diagnostiziert werden.

 

Die so erkannten Krankheiten haben meist mehr als eine Ursache und benötigen auch mehr als eine Therapiemaßnahme. Wie in anderen medizinischen Bereichen setzt man heute auf sog. multimodale Ansätze, d.h. umfassende Behandlungsstrategien, im Gegensatz zum früher üblichen einseitigen Verschreiben von Medikamenten.

 

Dabei gibt es eine Art Basistherapie, die praktisch immer richtig ist. Deren Regeln werden auch als „Schlafhygiene“ bezeichnet und stehen vor jeder anderen Behandlung. Erst danach sieht man weiter.