Wenn wir atmen erzeugt die Lunge mit Hilfe der Atemmuskulatur einen Unterdruck. Die Luft strömt dabei passiv durch Nase, Kehlkopf und Bronchien in die Lunge. Die Atemwege sind im Wesentlichen ein Muskelschlauch, der in sich zusammenfallen würde, könnten wir nicht bei jedem Atemzug mit einer komplexen Steuerung der Atemwege genau dies verhindern.
Nachts entspannt sich dieser Schlauch, die Luftströmung wird turbulent und die Wände nähern sich aneinander an und können in Schwingung geraten. Der typische Ton ist die Folge.
Besonders an drei Engstellen ist die Geräuschentwicklung groß: im Nasenraum, am weichen Gaumen mit dem Zäpfchen und dem Zungengrundbereich. An dieser letzten Stelle drückt der Zungengrund gegen die Rachenhinterwand, was das typische, grunzende Geräusch erzeugt. In vielen Fällen sind alle drei Bereich gleichzeitig verengt, was einen wenig melodiösen Dreiklang zur Folge hat.
Je lockerer das Gewebe im Rachenraum ist und je enger die Atemwege werden, desto intensiver sind die Schwingungen.

• Alter: je älter wir werden desto lockerer wird das Gewebe.
• Alkoholgenuß: Alkohol entspannt die Muskulatur. Eine Flasche Wein hat etwa den gleichen Effekt, wie eine Zunahme des Lebensalters um 10 Jahre.
• Übergewicht: Einer der wichtigsten Faktoren für die Säge-Krankheit. Spätestens ab Kragenweite 43 besteht Handlungsbedarf!
• Einengung der Nasenatmung: Schnupfen oder Heuschnupfen führt zum Anschwellen der Nasenschleimhäute.
• Vergrößerung der Gaumen- oder Rachenmandel.
• Verkrümmung der Nasenscheidewand.
• Gesichtsform: Bei Menschen mit einem schmalen Gesicht mit fliehendem, zurück gesetzten Kinn (Überbiss - Retrognathie) ist der Zungengrund weniger gespannt.
• Rückenlage: Bei der Rückenlage sackt der Zungengrund nach hinten und engt somit den Luftstrom ein.