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Restless Legs Syndrom

Still im Bett zu liegen, wird unmöglich.

Das Restless-Legs-Syndrom (RLS), oder das „Syndrom der unruhigen Beine“, ist eine neurologische Erkrankung mit unbekannter Ursache. Die Symptome bestehen aus einem unangenehmen Bewegungsdrang der Beine, der typischerweise auftritt, wenn man sich hinsetzt oder zur Ruhe begibt.

 

Am schlimmsten treten die Beschwerden beim Zubettgehen auf. Dann treibt es die Betroffenen wieder aus den Federn. Kaum sind sie auf den Beinen, sind die Beschwerden vollständig verschwunden. „Nachtwanderer“ werden sie daher manchmal genannt.

 


Symptome

Die Beschwerden sind sehr schwer zu beschreiben: es kribbelt, zieht, beißt, brennt oder schmerzt in der Tiefe der Beine und wird sofort besser, wenn die Beine in Bewegung kommen. Zwar sind meist die Beine betroffen, doch können auch die Arme oder andere Körperpartien betroffen sein.

 

Natürlich ist die Nachtruhe gestört. Die betroffenen Patienten kommen einfach nicht in den Tiefschlaf. Kein Wunder, dass man dann morgens unausgeschlafen und zerschlagen ist.

 


Häufigkeit und Risikofaktoren

Die Krankheit ist häufig: man schätzt, dass bis zu 15% der Bevölkerung betroffen sind. Davon soll 1-2% behandlungsbedürftig sein. Am häufigsten leiden Frauen über 50 unter der Bewegungsunruhe. Ein Krankheitsbeginn vor dem 40. Geburtstag ist seltener und spricht für eine genetische Ursache. Dann leiden meist auch Verwandte an den gleichen Beschwerden.

 

Daneben gibt es eine Reihe von Risikofaktoren: rheumatische Erkrankungen, Schwangerschaft, Blutwäsche (Dialyse), Nervenschäden (Polyneuropathie), Eisenmangel, Muskelerkrankungen, Medikamente (Antidepressiva, Neuroleptika, Lithium), Koffein und Alkohol.

 

Oft wird die Erkrankung lange Zeit nicht erkannt. Selbst die Betroffenen brauchen lange, bis sie ihr „Zappelphilipp-Syndrom“ überhaupt als Krankheit wahrnehmen. Doch auch Ärzte ordnen manchmal die Klagen der Patienten nicht richtig ein. Vielleicht weil die Symptome schlecht in Worte zu fassen sind.

 


Diagnose - vier Fragen

Die Diagnose ist nicht schwierig, sofern man an die Krankheit denkt. Am sichersten wird sie im Schlaflabor oder auch mit kleineren Geräten gestellt, die über Sensoren zur Erfassung der Beinbewegung (Aktimetrie) verfügen.

 

 

• Leiden Sie manchmal unter einem schwer zu beschreibenden, tiefsitzenden und unangenehmen Bewegungsdrang in den Beinen?

• Nimmt dieser Bewegungsdrang zu, wenn Sie sich setzen oder ins Bett legen?

• Wird es besser, wenn Sie sich bewegen oder gehen?

• Wird es abends oder nachts schlechter?

 

Wenn Sie alle vier Fragen mit „ja“ beantwortet haben, ist ein „Restless-Legs-Syndrom“ sehr wahrscheinlich.

 

 


Therapie

Medikamentöse Hilfe ist möglich! Die wirkungsvollsten Medikamente sind Anti-Parkinson-Präparate (z.B. Restex®). Obwohl die Wirkung medizinisch unzweifelhaft ist, weiß man nicht, warum sich dies so verhält. Das Restless-Legs-Syndrom ist nämlich kein Vorstadium zum Parkinson!

 

Die Details dieser Therapie sollten unbedingt mit einem Arzt (z.B. Neurologen) abgesprochen werden, da kurz- und langfristige Nebenwirkungen auftreten können.

Weitere Medikamente sind sog. moderne Dopamin-Agonisten (Pergolide, Pramipexol, Ropinirol), Anti-Epilepsie-Mittel (z.B. Gabapentin) oder auch starke Opiate (z.B. Tramadol, Oxycodon). Kurzfristig werden auch klassische Schlafmittel eingesetzt.

 

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