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Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom

Beim Schnarchen sind die Luftwege eingeengt und geraten in Schwingung (siehe oben). Doch unter der Saugwirkung der Lunge können die Luftwege auch völlig zusammenfallen. Die Wände des Muskelschlauches berühren sich und der Luftstrom kommt kurzfristig zum Erliegen.

 

Dieser Fall wird Apnoe (gr. ápnoia „Windstille, Atemlosigkeit“) genannt. Genauer handelt es sich um ein obstruktives Apnoe-Syndrom, also eines, das durch einen Verschluss der Atemwege (von lat. obstruere = verschließen, verstopfen) hervorgerufen wird.

 

Der Unterschied zum reinen Schnarchen ist dramatisch. Nach einer Phase des lauten Schnarchens setzt plötzlich die Atmung völlig aus. Dieser Atemaussetzer dauert zwischen 10 Sekunden und über einer Minute. Dann setzt die Atmung schnell, fast explosionsartig wieder ein. Für den Körper ist dies ein Stress, und so kommt es zu einem kurzfristigen Weckreiz, den der Schläfer jedoch oft nicht registriert.


Hunderte Mal in einer Nacht!

Oft bemerken die Frauen die Atemstillstände als erste.

Diesen Zyklus von Schnarchen, Atemstillstand und Weckreiz durchleben manche Menschen nicht nur einmal sondern hunderte (!) von Malen in einer einzigen Nacht. Dabei kann die Sauerstoffkonzentration im Blut jeweils bis auf 50% des Normalwertes absinken. Doch trotz der dramatischen Symptomatik bekommen die meisten Betroffenen von den Atemstillständen wenig, meist gar nichts mit.

 

Nur die Ehepartner sind beunruhigt, wenn das regelmäßige Atmen neben ihnen nicht mehr zu hören ist. Die Atempause dauert scheinbar endlos. Dann rütteln sie den Betroffenen wach, der dann abrupt wieder nach Luft schnappt.