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Narkolepsie - zum Glück selten

Besonders im Straßenverkehr kann die Narkolepsie zu hochgefährlichen Unfällen führen.

Die Narkolepsie ist eine rätselhafte Erkrankung voller merkwürdiger Symptome, die jenseits der Alltagserfahrung liegen. Zum Glück ist sie selten. Weniger als ein Tausendstel der Bevölkerung ist betroffen. Das Hauptsymptom ist ein plötzlich einsetzender Zwang zum Schlafen. Das Bedürfnis ist nicht aufschiebbar und die Betroffenen nicken sofort ein. Es besteht keine Kontrolle über die Müdigkeit, und so kann das Einschlafen erhebliche Folgen haben, wenn es z.B. beim Autofahren auftritt.

 

So schnell der Schlafzwang einsetzt, so schnell geht er auch wieder vorbei. Nach 10-20 Minuten erwachen die Patienten völlig erfrischt aus dem Kurzschlaf.

Die Ursachen der Erkrankung sind unklar, jedoch wird eine Störung der Schlaf-Wachregulation im Gehirn vermutet. Eine familiäre Häufung ist bekannt.


Weitere Symptome

Neben dem zwanghaften Bedürfnis zu schlafen treten noch weitere Symptome auf:

 

• Tagesmüdigkeit

 

• Kataplexie: Ein unmittelbar einsetzender Verlust der Kraft in der Muskulatur. Dies kann sowohl zu einem Sturz oder auch nur zu einer Erschlaffung der Gesichtsmuskulatur führen. Ausgelöst wird das Symptom häufig durch starke Gefühle wie Angst, Wut, Ärger oder Freude. „Lachschlag“ wird die Symptomatik daher manchmal genannt. Der Kraftverlust erfolgt bei vollem Bewusstsein und ist dementsprechend unangenehm.

 

• Schlaflähmung (Schlafparalyse): Dies ist ein Symptom wie aus einem bösen Traum. Beim Einschlafen oder Aufwachen können sich die Betroffenen überhaupt nicht mehr bewegen. Sie sind wie gelähmt und müssen diesen Zustand gleichfalls bei vollem Bewusstsein aushalten.

 

• Wachträume: Während des Einschlafens werden Träume und Alpträume so empfunden, als ob sie die reine Wirklichkeit wären. Die Bilder sind völlig realistisch. So werden die Patienten in Angst und Schrecken versetzt.

 

• Automatisches Verhalten: Auch nach dem Einschlafen werden die begonnenen Handlungen einfach weitergeführt, ohne dass man sich daran erinnern kann.

• Schlafstörungen.

 

Die Diagnose und Therapie sollte in einem schlafmedizinischen Zentrum erfolgen.

Neben den allgemeinen Grundsätzen der Therapie ist vor allem wichtig:

 

• Gewicht zu normalisieren, Übergewicht ist ungünstig.

 

• Gezielte medikamentöse Therapie z.B. mit Antidepressiva (Mittel gegen Depressionen) oder auch anregende Medikamente (wie Ritalin®).