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Idiopathische Hypersomnie

Aus unbekannter Ursache (= idiopathisch) haben einige Menschen ein vermehrtes Schafbedürfnis (= Hypersomnie, von griechisch hyper = übermäßig und lateinisch somnus = Schlaf).

Bis zur Pubertät verläuft das Leben unauffällig. Doch dann entwickeln sie sich langsam zu richtigen „Schlafmützen“. Morgens kommen sie nicht aus dem Bett, fühlen sich nicht ausgeschlafen, kommen zur Arbeit oder Schule zu spät, müssen immer wieder mal ein Nickerchen einlegen, ohne danach richtig fit zu sein. Kurz, sie fühlen sich eigentlich nur im Bett so richtig wohl.

 

Der Schlaf selbst ist wenig gestört, die Betroffenen benötigen jedoch unglaublich viel davon.


Ursache

Die Erkrankung tritt in manchen Familien gehäuft auf. Als Ursache vermutet man, wie bei der Narkolepsie, eine Fehlsteuerung im Gehirn.

 

Dauermüdigkeit kann natürlich noch sehr viele andere Ursachen haben. Virusinfekte, Allergien, Depressionen, Hirnverletzungen und zahlreiche körperliche Erkrankungen können zu vermehrter Müdigkeit führen. Und es gibt auch Lebenskonflikte, da flüchtet man sich lieber ins Bett. Wer dauernd müde ist, der erspart sich so möglicherweise eine Auseinandersetzung, der er sich anders nicht gewachsen fühlt.

 

Eine exakte Diagnostik ist wichtig, um die Betroffenen von dem Vorwurf der Faulheit zu entlasten. Die Erkrankung besteht meist das ganze Leben. Man kann die Symptome jedoch lindern, wenn die allgemeinen Regeln der sog. „Schlafhygiene“ beachtet und möglicherweise anregende Medikamenten eingenommen werden.