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Fibromyalgie

Fibromyalgie oder Fibromyalgie-Syndrom ist eine chronische Schmerzerkrankung, die sich im Verlauf von vielen Jahren entwickelt. Meist beginnt die Symptomatik mit „ganz normalen“ Rückenschmerzen. Doch langsam breiten sich die Beschwerden in die Muskulatur und Gelenke des gesamten Körpers aus, ohne dass sich bei Untersuchungen (Labor, Röntgen) irgendwelche Auffälligkeiten zeigen würden.

Begleitet werden die Schmerzen von zahlreichen weiteren Symptomen, wie Reizmagen, Reizdarm, Reizblase, vermehrtem Frieren oder Schwitzen, Abgeschlagenheit, Mattigkeit und Schlafstörungen.

 

Etwa 1-3% der Bevölkerung ist betroffen. Frauen überwiegen (90%), wobei der Häufigkeitsgipfel um das 50. Lebensjahr liegt.

 

Schlafstörungen beim Fibromyalgie-Syndrom treten vor allem als Durchschlafstörungen auf. Die Betroffenen fallen zwar todmüde ins Bett, doch 2-3 Stunden später wachen sie schmerzgeplagt auf. Von nun an wälzen sie sich von einer Seite auf die andere und können keine Position finden, in der die Schmerzen erträglich wären. Kein Wunder also, wenn sie morgens völlig zerschlagen aufstehen.

Bei der apparativen Untersuchung des Schlafes zeigen sich typische Symptome.

 

Insbesondere ist eine Zerstückelung des Schlafes (Fragmentation) und andauerndes Wachwerden (arousals) festzustellen. Patienten mit Fibromyalgie-Syndrom können 30 Mal oder noch häufiger im Laufe einer Nacht wach werden, ohne dies in diesem Umfang selbst zu registrieren.

 

Erfolgreiche Therapie des Fibromyalgie-Syndroms bedeutet stets eine umfassende Behandlung auf vielen Ebenen (sog. multimodale Therapie). Bewegung, Entspannung, Wärme- und Kältewendungen, Medikamente, Psychotherapie und Selbsthilfe müssen sich gegenseitig ergänzen.

 

Auch die Schlafstörungen lassen sich meist erst im Rahmen einer solchen ganzheitlichen Behandlung lindern. Medikamentös kommen vor allem niedrig dosierte Medikamente gegen Depressionen (Antidepressiva) zum Einsatz. #

 

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