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Schlafmittelbedingte Schlafstörung

Was für Alkohol gilt, trifft auch für Schlafmittel zu. Sie befördern und behindern den Schlaf gleichermaßen. Nimmt man für einige Tage ein Schlafmittel und setzt es ab, dann kann es bereits zu ersten Entzugssymptomen kommen.

 

Greift man nun erneut zu Tabletten, kann dies den Einstieg in einen Teufelskreis bedeuten. Bald ist ohne Schlafmittel nicht an Schlaf zu denken. 1-3% der Bevölkerung ist von diesem fatalen Kreislauf betroffen, der sich besonders schnell bei Beruhigungsmitteln (Valium®-Typ) herausbildet.


Gefährliche Gewöhnung

Hat jemand über viele Wochen, Monate oder gar Jahre solche Präparate regelmäßig eingenommen, müssen mit schweren oder schwersten Entzugssymptomen gerechnet werden. Sie entsprechen dem negativen Spiegelbild der Schlafmittel. Wirken diese entspannend, beruhigend, ausgleichend, krampflösend und schlaffördernd, kommt es nun zu innerer Unruhe, Schwitzen, Herzklopfen, massiver Schlafstörung bis hin zu Herz-Kreislauf-Komplikationen und Krampfanfällen.

 

Die wichtigste Regel heißt also, Schlafmittel nicht unkontrolliert über längere Zeit einzunehmen. Ist man bereits in die Abhängigkeit hineingerutscht, ist ärztliche Beratung dringend notwendig. Kein Entzug auf eigene Faust! In vielen Fällen ist es notwendig, die Tabletten-Entwöhnung stationär durchzuführen.

 

Nach dem geglückten Entzug schläft man etwa so wie vor Schlafmitteleinnahme: Nicht schlechter, aber oft auch nicht viel besser. Statt erneut zu Beruhigungspillen zu greifen, kommt es nun darauf an, mit Hilfe der Methoden der Schlafhygiene das Problem grundsätzlicher anzugehen.