Header


Suche

 

Höhenbedingte Schlafstörung

Bergsteigern und Skifahrern sind die Beschwerden gut bekannt. In den ersten Tagen schlafen sie unruhig, wenn sie schnell aufgestiegen sind. Ab 2500 m trifft es zwischen 20-40% der Erwachsenen, jenseits der 4000 m praktisch jeden.

 

Es handelt sich um eine leichtere Form der Höhenkrankheit, die durch eine Verminderung der Sauerstoffkonzentration der Luft bedingt wird. Im Vergleich zu Meereshöhe nimmt der Sauerstoffdruck in der Lunge bei 2000 m bereits um 27% ab. Bei 3000 m sind es 47% und bei 4000 m 53% Minderung. Der Körper versucht, den Mangel durch eine erhöhte Herzfrequenz auszugleichen. Dieses Herzklopfen macht innerlich unruhig und nervös.

 

Neben dem Herzklopfen kommen dann meist noch Kopfschmerzen, Übelkeit und ein allgemeines Unwohlsein hinzu. In großen Höhen machen sich weitere Folgen bemerkbar. Es kommt zu einem Flüssigkeitsaustritt (Ödem) der Lunge oder im Gehirn. Diese Komplikation ist ausgesprochen gefährlich und kann in schweren Fällen zum Tod führen.


Therapie

Allen Beschwerden kann man vorbeugen, wenn man sich an den Höhenaufenthalt langsam gewöhnt. Hat man die Wahl, sollte man nicht schneller als 300 – 500 m pro Tag ansteigen. Sehr hilfreich ist es, viel zu trinken und Alkohol absolut zu meiden. Schlafmittel sind verboten!

 

Die Nahrung sollte reich an Kohlenhydraten (z.B. Brot und Nudeln) sein, da diese bei der Verdauung weniger Sauerstoff verbrauchen als Fett und Eiweiß.

 

Bei ausgeprägten Symptomen sollte man möglichst schnell wieder in tiefere Gefilde. Bereits einige hundert Meter wirken lindernd. Medikamente sind wenig hilfreich. Eine Ausnahme bilden möglicherweise Präparate, die sonst zur Potenzsteigerung benützt werden (Viagra® und Verwandte).