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Plötzlicher Kindstod

Eine schreckliche Schlafstörung ist der plötzliche Kindstod. Am Abend wird ein Kind kerngesund ins Bett gebracht. Es zeigt keinerlei Anzeichen einer Erkrankung. Am nächsten Morgen finden es die Eltern tot im Bettchen auf. Das Kind hat einfach aufgehört zu atmen.

 

In den Industrienationen ist der plötzliche Kindstod die häufigste Todesursache der Kinder bis zu einem Jahr (0,2 %). Am häufigsten sind Babys zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat betroffen, Jungen etwas mehr als Mädchen.

Obwohl sehr viel geforscht wurde, sind die eigentlichen Ursachen unklar. Man vermutet eine Reifestörung der Atmungs- und Kreislaufregulation. Doch auch wenn die Ursache unbekannt ist, kennt man doch Risikofaktoren.


Der Kindstod wird wahrscheinlicher bei:

  • Bauchlage
  • Sehr jungen (<21 Jahren), rauchenden Müttern mit geringem Bildungsstand
  • Verzicht aufs Stillen
  • Zu warme Kleidung des Babys

Tipps

Babys sollten daher in den ersten Lebensmonaten nicht auf den Bauch gelegt und nicht zu warm angezogen bzw. zugedeckt werden. Viele Eltern befürchten, das ihr Kind könnte auskühlen. Doch häufig ist die Überwärmung weitaus gefährlicher. Daher sollten die Kleinen nicht zu warm angezogen werden, kein Mützchen bei Nacht tragen und keine kuscheligen Kopfkissen, Schaffelle oder Ähnliches im Bett haben, in die sie sich vergraben können. Babys können auch unter eine Daunendecke rutschen und dann Atemprobleme bekommen. Bei einem leichten Schlafsack ist das möglich. Auf gute Lüftung des Kinderzimmers ist zu achten und Rauchen ist möglichst in der gesamten Wohnung tabu.

 

Als Schutzfaktor hat sich dagegen herausgestellt, das Babybett im Schlafzimmer aufzustellen.

 

Falls mehrere Risikofaktoren vorhanden sind oder das Kind bereits Atemstörungen gezeigt hat, kann eine Monitorüberwachung sinnvoll werden. Hierzu gibt es Geräte, die bei Atemstörungen ein Warnsignal geben.

 

Bei Beachtung der obigen Ratschläge, lässt sich das Risiko für den plötzlichen Kindstod massiv senken. Das zeigen die Erfolge von Aufklärungskampagnen in Holland und Norwegen, in denen 90% der Todesfälle erfolgreich vermieden werden konnten.

 


Kindstod bei Erwachsenen

Der plötzliche nächtliche Tod kann nicht nur Kinder sondern auch Erwachsene treffen. Allerdings gibt es das Phänomen nur bei jungen asiatischen Männern. Auch sie zeigen zuvor keinerlei Anzeichen einer Krankheit. Doch mitten in der Nacht bekommen sie Atemnot. Der Tod tritt durch Herzflimmern ein. Die Ursache ist völlig unbekannt.