Header


Suche

 

Angst- und Panikattacken

Angsterkrankungen sind ausgesprochen häufig. Bis zu 15 % der Bevölkerung sind zumindest gelegentlich von vermehrten Ängsten betroffen. Das können spezifische Ängste sein, z.B. Hunde- oder Spinnenphobie) oder auch eine unspezifische allgemeine Ängstlichkeit.

Viele dieser Menschen, häufiger Frauen, wachen nachts plötzlich mit heftiger Angst, ja Panik im Bett auf, ohne zu wissen, wovor sie sich ängstigen.

Meist rast der Puls, sie bekommen schlecht Luft, schwitzen und denken, die letzte Stunde sei gekommen.

Kurzfristig helfen neben Schlafhygiene vor allem klassische Schlafmittel. Diese dürfen jedoch auf keinen Fall Dauerlösung werden. 

 

 


Ursachen

Angst und Panik sind auf den ersten Blick sehr ähnlich, doch gibt es auch einen fundamentalen Unterschied.

Angst können Sie vor vielen Dingen haben. Vor Tieren, der Nacht oder dem Finanzamt. Wenn aber Panik aufkeimt ist immer auch ein körperlicher Prozess beteiligt (Herzrasen, Atemnot, Schwitzen), ohne den die Panikgefühle nicht entstehen können.

Besonders wichtig ist hier die Atmung: Sie ist über das Maß beschleunigt und auf diese Weise wird zu viel Kohlensäure (CO2) abgeatmet. Die Folge ist eine sog. „Hypokapnie“ und eine Verschiebung des Säure-Basen-Gleichgewichtes (pH) in Richtung auf alkalisch (Gegenteil von sauer). Medizinisch spricht man von einer „respiratorischen Alkalose“, also einer Verschiebung ins Alkalische durch die Atmung.

 Dies hat massive Folgen für zahlreiche Organe und führt unter anderem zu Missempfindungen, Taubheitsgefühlen, Herzrasen, Kurzatmigkeit Schwindel, Benommenheit und Gefühl gleich umkippen zu müssen.


Hintergrund

Aus verschiedenen Gründen kann nachts sich die Atmung unwillkürlich beschleunigen. Am häufigsten dürften diese Träume bewirken. Ohne zu wollen, gerät jemand in den Hyperventilationszustand hinein, den dann die Panik auslöst. Diese beschleunigte Atmung wird subjektiv nicht wahrgenommen, sondern nur als Atemnot registriert.

Ebenso kann ein weiterer Mechanismus eine Rolle spielen: Nachts erhöht sich automatisch der Kohlendioxidgehaltes des Blutes. Menschen, die hier sensibler reagieren, werden vom Körper geweckt, der „denkt“ dies wäre zu gefährlich („falscher Erstickungsalarm“). 


Weitere Informationen

Zum Thema Panik finden sich umfangreiche Informationen auf diesen Seiten!