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Fehlbeurteilung des Schlafes

„Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugetan“. So oder ähnlich klagen manche Menschen. Doch der Partner kann das nicht bestätigen. Er berichtet, dass er oder sie friedlich neben ihm geschlummert habe.

 

Bis zu 5 Prozent aller schlafgestörten Patienten leiden nicht unter einer eigentlichen Schlafstörung, sondern unter dem Gefühl, nicht ausreichend geschlafen zu haben. Misst man den tatsächlichen Schlaf im Somnogramm, so zeigen sich völlig normale Werte: Kurze Einschlafzeiten, regelrechte Gesamtschlafdauer und ausreichender Tiefschlaf.

 

Die Betroffenen geraten leicht in den Verdacht, maßlos zu übertreiben oder gar zu lügen. Das ist in aller Regel Unsinn!


Übermässige Bedeutung

Durch eine einfach durchzuführende <link 1885>Schlafanalyse</link> ergibt sich Klarheit über Dauer und Qualität des Schlafs.

Das Problem ist ein anderes. Der Erholung im Schlaf wird eine übermäßige Bedeutung zugemessen. Man erwartet jeden Morgen, energiereich und frisch aus dem Bett zu springen, während man sich tatsächlich eher matt und antriebslos fühlt.

 

Nun gibt es zahlreiche Gründe, sich morgens schlecht zu fühlen. Das muss keineswegs am fehlenden Schlaf gelegen haben. Ein ungelöster, aber nicht bewusster Konflikt kann genauso an der Energie und Lebensfreude zehren wie eine durchwachte Nacht. Erkennt man diesen Zusammenhang nicht und glaubt, der fehlende Schlaf wäre die eigentliche Ursache des Missbefindens, kann daraus ein tatsächliches Problem werden: Der Griff zu Schlaftabletten liegt nahe, und Abhängigkeit von Schlaf- oder Beruhigungsmitteln droht.

 

Wichtig ist in solchen Fällen eine Schlafanalyse. Entweder als Polysomnographie in der Klinik oder auch mit entsprechend kleineren Geräten ambulant.

 

Die Diagnose, es sei alles in Ordnung, mag erst einmal enttäuschend sein. Aber dieses Ergebnis ermöglicht es, jetzt nach den tatsächlichen Ursachen des schlechten Befindens zu suchen. Denn dieses Gefühl ist real und in keinem Fall „eingebildet“. Sich damit zu beschäftigen, ist in jedem Fall lohnend!