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Was passiert im Schlaf?

Wir behalten das Gelernte nach erholsamem Schlaf sehr viel besser!

Zweifellos geht es nicht ohne Schlaf, aber welche Funktion er genau hat, ist letztlich unbekannt. Tagelanger Schlafentzug führt nämlich keineswegs, wie manchmal gesagt wird, zum Tode. Nach 5 oder gar 10 Tagen ohne Schlaf werden wir auch nicht krank sondern – müde! Außerdem werden wir schmerzempfindlich, reizbar und unkonzentriert.

 

Aber es bleibt ein Rätsel, warum Säugetiere das Risiko eingehen, einen größeren Teil des Tags in einem weitgehend schutzlosen Zustand zu verbringen. Diesem Nachteil muss ein Entwicklungsvorteil gegenüberstehen, sonst hätte sich das Modell „Hai“ (immer auf Achse!) durchgesetzt.

 

Es gibt aber einige Theorien. Sie besagen, dass wir uns im Schlaf von Prozessen erholen, die während des Wachseins ablaufen. Beispielsweise würden sich bestimmte Neurotransmitter (Botenstoffe im Gehirn) regenerieren. Weiterhin soll der Schlaf der Reizverarbeitung dienen. Im Schlaf sollen die Eindrücke des Tages sortiert, d.h. Wichtiges gespeichert, Unwichtiges gelöscht und emotional verarbeitet werden. Kein Wunder, dass vieles besser zu beurteilen ist, wenn man eine Nacht darüber geschlafen hat. Ähnliches gilt für Lernerfolg: Nach einem Nickerchen bleibt Gelerntes besser haften.

 

Die letztere Funktion wird vor allem im Traum erledigt. Wahrscheinlich regeneriert, wächst und lernt das Gehirn besonders in dieser Schlummerphase. Dafür spricht auch die Tatsache, dass Neugeborene, bei denen sich das Gehirn stürmisch entwickelt, rund die Hälfte der  Zeit im Schlaf träumen, während bei Greisen dies nur noch in 5% der Nacht der Fall ist.