Header


Suche

 

Glückshormon

Serotonin ist ein Botenstoff, der zwei Nervenenden miteinander verbindet. Er wird von dem einen Nervenende frei gesetzt, überwindet den synaptischen Spalt und dockt dann an dem anderen Nervenende an den sog. 5HT-Rezeptoren an. (5HT = Serotonin)

Die Steuerung des „Betriebssystems“ des Menschen erfolgt durch Nerven und Hormone. Tatsächlich arbeiten beide Bereiche so eng zusammen, dass man sie nur gedanklich trennen kann. Ging es eben um die Steuerung der Darmaktivitäten durch Nerven, soll im Folgenden die hormonelle Steuerung des Darmes beleuchtet werden. Beide Teile, Nerven und Hormone, bilden zusammen das Darmhirns.

Ganz im Mittelpunkt der Forschung steht derzeit vor allem ein Hormon, das Serotonin. Dieses Hormon kommt praktisch überall im Körper vor und hat eine Vielzahl von Aufgaben. Seinen Namen, der sich aus „Serum“ (Flüssigkeit) und „Tonus“ (Spannung) zusammensetzt, verdankt es der Tatsache, dass es in der Lage ist, den Blutdruck zu erhöhen. Doch diese Eigenschaft spielt in der gegenwärtigen Diskussion um das Serotonin kaum ein Rolle.

Weitaus wichtiger ist die ausgleichende und beruhigende Funktion des Serotonins. Es hat dämpfende und lösende Eigenschaften und ist somit das große „Anti-Stress-Hormon“ des Körpers. Doch damit sind seine positiven Eigenschaften noch nicht erschöpfend aufgezählt. Geradezu legendär ist die Wirkung des Serotonin auf die Seele als „Glückshormon“.

Der Serotoninspiegel im Gehirn steht im direkten Zusammenhang mit der Stimmungslage. Bei glücklichen Menschen ist er erhöht, bei depressiven und ängstlichen Menschen deutlich gesenkt. Auch bei chronischen Schmerzen, z.B. beim Fibromyalgie Syndrom findet sich nur weniger von dem erwünschten Hormon.


Synaptischer Spalt mit übermittelndem Serotonin