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Bauchgefühle

Gefühle kommen aus dem Bauch

Der Darm liefert also einen Dauerstrom von Impulsen und teilt dem Gehirn Basisinformationen aus den für das Überleben wichtigsten Körperregionen mit. Aus diesem Datenmaterial „errechnet“ das Gehirn eine Grundbefindlichkeit des Körpers.

Kommen aus dem Bauch beunruhigende Nachrichten, wird die allgemeine Wahrnehmung geschärft und vermehrt Stresshormone ausgeschüttet. Impulse aus dem Darm aber auch aus andere Körperteilen und der Außenwelt erreichen das Bewusstsein damit unmittelbarer. Es kommt zu Daueranspannung und Dauerstress wie man es in gleicher Weise bei Depressionen und Ängsten kennt und damit wird man auch für Stimmungsschwankungen anfälliger. So leiden rund 40% der Patienten mit Reizdarm auch unter echten Depressionen.

Kinder mit Verdauungsstörungen reagieren häufig mit Unruhe, Unaufmerksamkeit und Ablenkbarkeit auf die Reizüberflutung aus dem Darm. Oft wird in diesem Zusammenhang von ADS/ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) gesprochen. Bei entsprechender Behandlung und Ernährungsumstellung können bei ihnen besonders eindruckvolle schnelle Besserungen auch auf seelischem Gebiet erzielt werden. 

Der Volksmund kennt diese Zusammenhänge natürlich schon lange: Gefühle kommen aus dem Bauch!

Der Zusammenhang zwischen Gehirn und Darmhirn zeigt sich auch bei schwerwiegenden Erkrankungen. Bei der Alzheimer- oder Parkinson-Krankheit sind die Nervenzellen des Darmes in gleicher Weise wie die des Gehirns von den Veränderungen betroffen.