Header


Suche

 

Ungeklärte Fragen

Bei jeder wirksamen Therapie muss mit Nebenwirkung gerechnet werden. Dies gilt auch grundsätzlich der Stuhltransplantation. Bisher sind die Erfahrungen mit der „neuen“ Methode erstaunlich positiv. Dennoch sollte – wie bei jeder neuen Therapie – Vorsicht walten, solange noch keine umfangreichen kontrollierten Doppelblindstudien vorliegen, die klare Zahlen liefern.

Die Frage ist vor allem, könnten nicht auch Krankheiten übertragen werden? Es gibt noch keine allgemein akzeptierten Regeln für die Anforderungen an einen Spender. Es ist auch noch unklar, was einen „perfekter Spender“ auszeichnet.

Meist gilt Folgendes: Personen ohne chronische Erkrankungen, ohne Krebs, insbesondere keine Autoimmunerkrankungen oder gar Darmerkrankungen, Durchfall oder antibiotische Therapien in den letzten 6 Monaten.

Weiterhin sollten Laboruntersuchungen bezüglich allgemeiner Abweichungen und insbesondere Hepatitis, CMV, Syphilis und AIDS erfolgen. Der Stuhl sollte auf Wurmeier, Parasiten und natürlich Clostridium difficile untersucht sein.

Als Spender werden meist Personen bevorzugt, die im gleichen Haushalt leben, bzw. Verwandte.

Ungeklärt sind auch die Fragen des ärztlichen Haftrechtes. Daher halten sich viele Kollegen mit einer Durchführung zurück, obwohl diese praktisch sehr einfach ist.