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2 Süßes

Verlockend...

Völlig ohne Ballaststoffe ist Zucker. Er ist das Extrembeispiel für ein Extrakt. Aus einer etwa zwei Kilogramm schweren Zuckerrübe wird nach aufwendiger industrieller Verarbeitung 100 Gramm reine Energie. Zucker löst eine überschießende Produktion von Verdauungssäften aus. Es ist fast so, als ob der Magen „denken“ würde, dass so viel Zucker nur in Verbindung mit Fasern vorstellbar sei. Die Folge, die massive Produktion von Säure und Enzymen geht ins Leere und attackiert die Magenwände. Wer zu Sodbrennen neigt, der weiß Bescheid. Ein Stück Schokolade löst zuverlässig das schmerzhafte Brennen aus.

Zucker und Süßigkeiten zu meiden ist daher der wichtigste und für viele Menschen der schwerste Schritt für eine gesunde Lebensweise. Honig, brauner Zucker, Rohrzucker, Melasse sind vielleicht ein bisschen weniger ungesund, letztlich ist der Unterschied jedoch nur gering. Am besten man gewöhnt sich die Lust auf Zucker grundsätzlich ab und verzichtet zumindest eine Weile vollständig auf alles Süße. Also auch kein Kuchen, Dessert, süße Zwischenmahlzeiten oder Knabbereien.

Verzichtet man eine Zeitlang komplett auf Süßes, erlebt man anfänglich ähnliche Entzugserscheinungen wie bei Verzicht auf Alkohol oder Zigaretten. Die gute Nachricht: nach spätestens sechs Wochen hat man es überwunden. Besonders hilfreich erweisen auch hier Bitterstoffe, z.B. als bittere Tees


Süßes kann süchtig machen

Kalorienreiche Süßigkeiten bewirken eine starke Ausschüttung von Insulin. Dadurch strömt Zucker (Glukose) und viele Aminosäuren (Einweißbausteine) in die Zellen hinein. Einige wenige Aminosäuren machen hiervon jedoch eine Ausnahme, da sie fest an Transportmolekülen gebunden sind. Dadurch erhöht sich deren Konzentration im Blut.

Tryptophan, der Rohstoff aus dem Serotonin gebildet wird, gehört zu diesen Ausnahmen. Isst man z.B. Schokolade, dann erhöht sich die Tryptophan-Konzentration im Blut und später auch im Gehirn wo es in Serotonin umgewandelt wird. Ein wohliges Gefühl ist die Folge. Isst man regelmäßig Süßes kann eine regelrechte Sucht auf den Serotonin-Kick entstehen!